Kein Windows ohne Java

5. Dezember 2002, 19:45
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Sun will einstweilige Verfügung gegen Microsoft erwirken

Der kalifornische Computerhersteller Sun Microsystems will durch eine einstweilige Verfügung erreichen, dass sein großer Konkurrent Microsoft die Sun-Programmiersprache Java in sein Betriebssystem Windows integriert. Sun stellte einen entsprechenden Antrag am Dienstag während der Anhörung der von dem Konzern angestrengten zivilen Kartellklage gegen Microsoft. Der zuständige Richter betonte in einer ersten Reaktion, er sei nicht an das Urteil seiner Kollegin Kollar-Kotelly gebunden, die im Verfahren zwischen Microsoft und dem US-Justizministerium sowie den US-Bundesstaaten im vergangenen Monat einem eher moderaten Vergleich zugestimmt hatte.

Gültigkeit

Nach den Vorstellungen von Sun würde eine einstweilige Verfügung bis zum abschließenden Urteil in dem Verfahren gültig sein, das erst für das nächste Jahr erwartet wird. Der Anwalt von Microsoft machte geltend, dass das Urteil von Richterin Kollar-Kotelly auch in dem zivilen Verfahren Bedeutung habe. Die Forderung von Sun sei "radikal", und im Licht des vorherigen Urteils erscheine sie ungerechtfertigt. (APA)

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