Advokat der zumutbaren Moderne

8. Dezember 2002, 19:00
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Dirigent Ingo Metzmacher gastiert am Dienstag im Konzerthaus und bringt einen Mix aus Bruckner und Kurtág

Irgendwie ist er ein Vertreter der neuen Sesshaftigkeit und Offenheit in der Nachfolge von Sir Simon Rattle, der es sehr lange in Birmingham aushielt. Dirigent Ingo Metzmacher (geboren 1957) ist in Hamburg an der Staatsoper tätig, an einem wichtigen Musiktheaterort also, was das Bleiben recht erträglich macht. Wenn es wegen finanzieller Belange auch eine Rücktrittsdrohung des Moderne- und Fußballfans gab.

Bei aller Sesshaftigkeit, Zeit für das Cleveland Orchestra, die Berliner und die Wiener Philharmoniker (Herbst 2003) muss sein - nun kommt Metzmacher nach Wien, um mit den Symphonikern Kurtág, Matin und Bruckner zu geben.

Der Sohn eines Cellisten, der sein Publikum auch zu Silvester mit der (gemäßigten) Moderne konfrontiert (CD: "Who is afraid of 20th Century Music?") setzt also auf einen Tradition-Moderne-Mix, der ihn zum Finale des 20. Jahrhunderts einmal zum Dirigenten des Jahres gemacht hat. (tos/ DER STANDARD, Printausgabe, 4.12.2002)

Konzerthaus,
Wien 3.,
Lothringerstraße 20,
(01) 24 20 02.
10. 12., 19.30
  • Ingo Metzmacher
    foto: standard/cremer

    Ingo Metzmacher

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