Urlaub und Gesundheit

3. Dezember 2002, 17:22
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Der Stellenwert des Wellness- und Gesundheitstourismus nimmt stetig zu, auch in Österreich

Wien - Der Wellness- und Gesundheitstourismus sei ein "Megamarkt" und werde den österreichischen Tourismus in naher Zukunft "wesentlich beeinflussen". Der Geschäftsführer der Österreich Werbung, Arthur Oberascher, sieht darin auch eine Antwort auf die Themen Ganzjahrestourismus und Klimaveränderungen im Winter.

Österreich stehe als Reiseziel bei gesundheitsorientiertem Urlaub laut einer Studie des Tourismusinstituts IPK International europaweit hinter Spanien und Italien auf Platz drei, berichtete Oberascher. Pro Jahr kämen 2,7 Millionen reine Wellness- und Gesundheitsurlauber nach Österreich. Rechne man jene Urlauber dazu, die während ihrer Ferien einmal eine Therme oder Fitnesseinrichtung besuchen, seien es sogar 11 Millionen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) dieser Urlauber seien Österreicher, 33 Prozent kämen aus Deutschland, 3 Prozent aus den Niederlanden.

Der Wellnesstourist gebe mit 96 Euro pro Tag wesentlich mehr aus als der "normale Urlaubsgast", dessen Tagesausgaben bei 74 Euro liegen, und nächtige vorwiegend in Vier bis Fünf-Sternbetrieben, so Oberascher. Der Wellness- und Gesundheitstourismus bringe Österreich insgesamt pro Jahr eine Wertschöpfung von 1,1 Mrd. Euro. In Wellnesseinrichtungen seien in den vergangenen zwei Jahren in Österreich mehr als 200 Mio. Euro investiert worden, für das kommende Jahr seien weitere 150 Mio. Euro an Investitionen geplant.

Die Nachfrage nach Gesundheitsreisen habe sich in Österreich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt und sei um 140 Prozent gestiegen. Der Großteil der Gesundheitsreisen habe Thermenregionen zum Ziel gehabt, wobei sich neue Thermenorte - wie Stegersbach und Blumau etabliert haben. Diese weisen Nächtigungszuwächse von jährlich 8 bis 9 Prozent auf. (APA/red)

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