Impotenzforscher setzen auf "Viagra"-Generation

4. Dezember 2002, 13:39
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Zwei neue Potenzmittel mit noch besseren Behandlungsmöglichkeiten im Umlauf

Hamburg - Nach der "Revolution" der Behandlung der erektilen Dysfunktion (Impotenz) durch Viagra rechnen Forscher für das kommende Jahr mit noch besseren Behandlungsmöglichkeiten durch zwei neue Potenzmittel. Im kommenden Jahr sollen die Präparate Vardenafil ("Levitra") und Tadalafil ("Cialis") in die Apotheken kommen, sagte der Mailänder Urologe Francesco Montorsi am Montag auf dem 5. Europäischen Kongress über Sexual- und Impotenzforschung (ESSIR) in Hamburg.

Vardenafil wirke trotz geringerer Dosis gezielter und effektiver als Viagra, erklärte Montorsi. Tadalafil wiederum zeichne sich durch seine Wirkungsdauer von bis zu 36 Stunden aus. Daher müsse es nicht unmittelbar vor dem Sex eingenommen werden und erlaube Männern mit Erektionsstörungen "mehr Spontanität".

Nachfrage für mechanische Erektionshilfen sinkt

Seit der Einführung der Potenzpille Viagra beobachten Wissenschaftler, dass die Nachfrage für mechanische Erektionshilfen wie Vakuumpumpen zurückgeht. Der Experte erklärte das mit den "erheblichen Erleichterungen" durch die oral einzunehmenden neuen Mittel für die Patienten.

Rund 2.500 Sexual- und Impotenzforscher werden sich bis Mittwoch in Hamburg mit den neuesten Forschungsergebnissen und Behandlungsstrategien für eine Vielzahl sexueller Krankheiten von Männern und Frauen befassen. Auf dem Programm stehen Themen wie Orgasmusstörungen beim Mann, Sexualberatung und -therapie oder chirurgische Therapie von Sexualstörungen. Organisator der viertätigen Veranstaltung ist die Europäische Gesellschaft für Sexual- und Impotenzforschung. (APA/AFP)

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