Pankl Racing voll auf der Bremse

3. Dezember 2002, 18:32
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Dieselkonverter und Helikopter bereiten Rennsport- und Luftfahrtausrüster Sorgen - Betriebsgewinn des Rennsport- und Luftfahrtausrüsters halbiert

Wien/Bruck an der Mur - Der steirische Rennsport- und Luftfahrtausrüster Pankl Racing Systems wurde im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr scharf eingebremst. Probleme bei der Entwicklung des Vorzeigeprojekts "Converter", eines Abgaskatalysators für große Dieselmotoren, sowie die Sanierung des Helikopterteileherstellers Pankl Aerospace in Kalifornien hatten zur Folge, dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2001/02 von 9,3 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro halbiert wurde. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von 896.000 Euro auf minus 2,29 Mio. Euro, hieß es am Dienstag in einer Ad-hoc-Mitteilung. Die Ebit-Marge sank von 17 auf acht Prozent. Beim Umsatz wurde hingegen ein Wachstum von 14 Prozent auf 61,5 Mio. Euro verzeichnet.

Für den Konverter hätten sich die Kosten 2001/02 inklusive Wertberichtigung auf insgesamt rund zwei Millionen Euro belaufen, so Finanzchef Ernst Wustinger. Für Kalifornien habe Pankl Rückstellungen in der Höhe von 2,2 Mio. Euro gebildet; die Restrukturierung solle mit Ende des Geschäftsjahres 2002/03 abgeschlossen sein.

"Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen"

Für den Ergebnisrückgang seien weiters die "schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" und Projektentwicklungsaufwendungen von 2,2 Mio. Euro (nach 1,6 Mio. Euro im Vorjahr) zur Erweiterung der Produktpalette im Stammgeschäft - Kurbeltrieb, Getriebe - verantwortlich, hieß es.

Die erreichten Umsatzzuwächse würden aber in ei- nem insgesamt schwierigen Marktumfeld die anhaltende Nachfrage der Rennsport- und Luftfahrtindustrie nach Pankl-Hightech-Produkten und Lösungen beweisen, so Pankl Racing weiter. Der Nachfrageanstieg im Bereich Fahrwerks- und Antriebssysteme bestätige zudem die Richtigkeit der Entscheidung, mit der kalifornischen Tochtergesellschaft Pankl Aerospace einen entscheidenden Schritt in das amerikanische Luftfahrtgeschäft gemacht zu haben, so das Unternehmen.

Hoffen auf rasche Konjunkturbelebung

Einen konkreten Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr stellte Wustinger für die Bilanzpressekonferenz am 7. Jänner in Aussicht. Es sei wichtig, dass sich die Konjunktur wirklich rasch belebe. "Wenn das erst im Mai oder Juni losgeht, dann ist die Rennsaison schon wieder gelaufen." (APA, Reuters)

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    montage: derstandard.at
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