"FrauenKrimiPreis" zum dritten Mal vergeben

3. Dezember 2002, 11:35
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Irmtraut Karlsson und das Schreibduo Martina Borger / Maria Elisabeth Straub wurden in Wiesbaden ausgezeichnet

Wien - In Wiesbaden wurde am Wochenende der "FrauenKrimiPreis" zum dritten Mal vergeben. Die Preisträgerinnen sind das deutsche Autorinnenteam Martina Borger/ Maria Elisabeth Straub und die ehemalige österreichische Abgeordnete zum Nationalrat Irmtraut Karlsson. Neben dem "Glauserpreis" und dem "Deutschen Krimipreis" ist der "FrauenKrimiPreis" die dritte große deutsche Auszeichnung innerhalb des Genres und ist mit 5.500 Euro dotiert.

Karlsson war Abgeordnete im Österreichischen Parlament

Borger/Straub wurden für ihren Roman "Kleine Schwester" (Diogenes Verlag 2002) prämiert. Die Expolitikerin Karlsson erhielt für ihren Erstling "Mord am Ring" (edition pro mente Linz 2001) den "FrauenKrimiPreis". Sie wurde am 4. 5.1944 im mährischen Windschau geboren und studierte Psychologie und Soziologie. Politisch aktiv war Karlsson als Generalsekretärin der Sozialistischen Fraueninternationale in London, und als Bundesfrauensekretärin der SPÖ bis 1996. Im Parlament war sie von 1987 bis 1993 Abgeordnete zum Bundesrat, und von 1983 bis 1996 Abgeordnete zum Nationalrat.

Bisherige Preisträgerinnen

Bisherige Preisträgerinnen waren 2000 Petra Hammesfahr für "Die Mutter" und 2001 Susanne Mischke für "Wer nicht hören will, muß fühlen". Die Nominierung erfolgt durch Vorschläge von fünf "Mordschwestern", zu denen man auf Einladung der Jury des FrauenKrimiPreises zählt, vorausgesetzt man ist selbst Krimiautorin. In diesem Jahr waren Mischa Bach, Anne Cuneo, Sabine Deitmer, Monika Geier und Eva Rossmann die Mordschwestern. Die Siegerinnen erhalten jeweils 5.500 Euro und eine Statue namens "Agathe". (APA)

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    foto: frauenkrimipreis
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