Zwischenbilanz im Zeichen der Austria

16. Dezember 2002, 14:43
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Die Veilchen haben die Saison 2002/03 bislang dominiert

Die MEISTEN TORE geschossen: Mit Abstand die Wiener Austria mit 43 (Schnitt 2,05), wobei sich gleich 14 Spieler, angeführt von Radoslaw Gilewicz mit neun Treffern vor Vladimir Janocko 6, in die Schützenliste eintrugen. Der 29-jährige Bregenz-Belgier Alex Lawaree führt mit 16 Stück die Torschützenliste an, unvergessen seine fünf Treffer in einem Spiel (5:1 gegen Salzburg), was vor ihm in der Bundesliga nur Hans Krankl (zwei Mal plus Rekord mit sieben Toren) und Gernot Jurtin geschafft hatten. Jeweils drei Mal trafen im Herbst auch noch der Rieder Muhammet Akagündüz beim 3:1 gegen Rapid, der Kärntner Marijo Maric beim 4:1 gegen die Admira und der Rapidler Rene Wagner beim 6:3 in Bregenz. Der regierende Torschützenkönig Ronni Brunmayr (GAK) hat übrigens erst fünf Treffer auf dem Konto, vor einem Jahr hielt er auf seinem Weg zum Schützentitel (27) bei 22.

Die WENIGSTEN TORE (auch mit Abstand) kassierte ebenfalls die Austria mit 14. Im Vergleich dazu hatte allerdings der FC Tirol vor einem Jahr im Herbst sogar nur vier Verlusttore erhalten. Am öftesten mussten die Admiraner den Ball aus dem eigenen Netz holen, genau 38 Mal, also 1,81 Mal pro Match. Dass die Mödlinger mit 19 auch die WENIGSTEN Tore schossen, überrascht nicht unbedingt.

Am LÄNGSTEN UNGESCHLAGEN: Die Austria neun Spiele in Folge von der 10. bis 18. Runde mit sieben Siegen und zwei Remis, 20:4 Toren. Verloren hatten sie auch die ersten acht Runden (sechs Spiele, zwei Remis/19:3 Tore) nicht. Je sieben Runden unbesiegt blieben Rapid (3.-9.), der GAK (unter Walter Schachner/(14.-20.), sechs der SV Ried (7.-12.).

Die MEISTEN SIEGE in Folge: Jeweils vier: Sturm Graz (2.-5.), SV Pasching (6.-9.) und die Austria (15.-18.). Die MEISTEN NIEDERLAGEN mit vier en suite kassierten Salzburg (1.-4.) und Kärnten (14.-17.), drei Mal in Folge verloren Admira/Wacker (3.-5.), Sturm (6.-8.) und Rapid (14.-16.).

Am LÄNGSTEN SIEGLOS: SW Bregenz (1.-7. Runde) und Admira/Wacker (10.-16.) mit jeweils sieben Spielen. Aber auch der GAK (1.-6.), SK Sturm (6.-10.), Salzburg (6.-10.) und Rapid (8.-12.) mussten lange auf einen Sieg warten. Pasching hatte als schlechteste Serie eine Durststrecke von vier Spielen (10.-13.) mit nur einem Punkt.

Die HÖCHSTEN SIEGE feierten der SV Ried mit dem 5:0 daheim in der 21. Runde gegen Kärnten und Bregenz mit dem 5:1 (h) gegen Salzburg. Jeweils 4:0 gewannen die Austria (gegen Salzburg, GAK und Sturm), Rapid (Sturm) und Ried (Salzburg). Die MEISTEN TORE in einem Spiel (neun) fielen beim 6:3 von Rapid in Bregenz, sieben gab es beim 5:2 der Salzburger gegen Ried.

TRAINERWECHSEL: Das Trainerkarussell drehte sich im Herbst auf Hochtouren. Gleich sieben Coaches in sechs Klubs wurden gefeuert oder gingen von sich aus. Mit Ivica Osim verließ der prominenteste nach acht Jahren den SK Sturm, als sein Nachfolger darf sein Co, Franco Foda, arbeiten. Der GAK hatte im Herbst gleich drei Trainer an der Arbeit. Dem Niederländer Thijs Libregts folgte Co Christian Keglevits, der allerdings auch nicht allzu lange das Zepter schwang. Als Walter Schachner nach wenigen Monaten trotz erfolgreicher Arbeit von der Austria freigesetzt wurde, heuerte ihn schon kurz danach der GAK an und fuhr bisher sehr gut damit. Die Wiener holten ihrerseits mit dem Deutschen Christoph Daum einen prominenten Mann an Bord.

Bei den Kärntnern ging Heinz Hochhauser freiwillig und überraschend wurde der Deutsche Rüdiger Abramczik verpflichtet, dessen Bilanz mit nur zwei Siegen bei einem Remis und sechs Niederlagen (8:16 Tore) nicht gerade begeistert. In Bregenz musste der Deutsche Rainer Hörgl dem Belgier Regi van Acker Platz machen, und schließlich verlor auch Walter Knaller bei der Admira seinen Job. Auch bei den Mödlingern rückte der bisherige Assistent Johann Krejcirik ins erste Glied.

Somit sind mit Josef Hickersberger (Rapid), Gerhard Schweitzer (Ried), Lars Söndergaard (Salzburg) und Kurt Zellhofer (Pasching) nur vier der zehn Trainer, die zu Saisonbeginn dabei waren, noch in Amt und Würden. Vor einem Jahr gab es immerhin auch schon fünf Trainerwechsel im Herbst.

ZUSCHAUER: Die meisten Zuschauer (nach noch nicht offiziellen Zahlen, also mit Arbeits- und Freikarten usw.) hatte Rapid mit rund 8.700 im Schnitt und wurde damit vom Erste Liga-Spitzenreiter Mattersburg (über 10.000) klar übertrumpft. Vor einem Jahr lag Sturm mit mehr als 11.000 vor dem FC Tirol knapp 11.000 an der Spitze.

Die 15. Runde war mit 43.500/Schnitt 8.700 dank den 18.500 bei Rapid-Austria am besten besucht. Nur 22.600/4.520 kamen zur den fünf Spielen der 13. Runde. Insgesamt 620.000/Schnitt 5.900 wurden für alle 21 Runden gezählt. Über 7.000 Besucher waren es noch im Schnitt vor einem Jahr. Die offiziellen Zahlen liefert die Bundesliga in den nächsten Tagen.

Das Spiel Rapid - Austria zur Wiedereröffnung des Hanappi-Stadions am 27. Oktober war mit 18.500 Besuchern auch der Zuschauer-Hit im Herbst. Dann folgten Salzburg - Ried mit 12.000 zum offiziellen Abschied aus dem Lehener Stadion am 23. November. Austria - Rapid (11.500), Sturm - Pasching (10.780), Rapid - Pasching (10.700), sowie GAK - Bregenz (10.130) zogen auch noch mehr als 10.000 Besucher an. Admira gegen Bregenz wollten hingegen nur 500 sehen und auch bei Admira gegen Ried wurden mit 800 nicht viel mehr gezählt.

ELFMETER: Insgesamt 28 wurden verhängt, 21 davon verwertet (zwei davon im Nachschuss). Edi Glieder war mit fünf verhängten Penaltys besonders treffsicher. Heu (Admira/Wallner), Oraze (Ried/Janocko), Feuerfeil (Admira/Hota), Safar (Salzburg/Markovic) erwarben sich den Titel Elfertöter. Wallner und Wetl trafen obendrein die Latte, Herzog nicht das Tor. Die meisten Elfer erhielt Pasching (5) zugesprochen. Je vier gab es für die Austria und Sturm, je drei für Rapid, Ried und Kärnten, je zwei für Bregenz, Salzburg, je einen für GAK und Admira/Wacker.

ROTE KARTEN (11) für Salzburg (3), Ried und Rapid (je 2), Austria, Pasching, Admira und Bregenz (je 1).

GELB-ROTE KARTEN (24): Salzburg und Bregenz (je vier), Ried, Kärnten, GAK je 3, Pasching, Admira je 2, Austria, Sturm und Rapid je eine.

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    Rushfeldt, Janocko und Gilewicz hatten maßgeblichen Anteil am sportlichen Auftsieg der Austria Wien.

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