Tafeln, dass die Tische sich biegen

2. Dezember 2002, 13:42
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Wer noch ein Rezept für's Weihnachtsessen light sucht, dem seien Meeresfisch und Salat, Gemüse und Obst empfohlen

Wien - Zu Weihnachten wird getafelt, dass sich die Tische biegen: Traditionelle Köstlichkeiten wie Truthahn, Gänsebraten oder gebackener Karpfen mit Mayonnaise schmecken, sind aber Fett- und Kalorienbomben. Das Rote Kreuz empfiehlt gesündere Alternativen. In vielen Ländern kommt Meeresfisch auf die Festtagstafel.

"Auf bewusste und gesunde Ernährung wird gerade in der Weihnachtszeit angesichts der kulinarischen Verlockungen gerne verzichtet. Völlegefühl und körperliches Unbehagen sind oft die Folge", weiß Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz. Dabei braucht man auf Gaumenfreuden nicht zu verzichten, nur weil man sich gesund ernähren möchte.

Fett sparsam einsetzen

Feinböck empfiehlt: Fett sparsam einsetzen, fettarme Fleischsorten vorziehen, Salat, Gemüse und Obst essen. "Fleisch muss nicht im Fett schwimmen, es kann auch schonender zubereitet werden, zum Beispiel in einem Römertopf, wo es im eigenen Saft schmort. Wird Fett verwendet, am besten hochwertige Öle nehmen, zum Beispiel Olivenöl", so Feinböck. Es muss auch nicht immer Fleisch sein. Aus Fisch, gegrillt oder pochiert, lässt sich eine große Zahl von Gerichten zubereiten.

Nicht zu vergessen sind die Gewürze und Beilagen. Kräuter geben jedem Essen eine besondere Note, und man braucht weniger Salz. "Als Fixpunkt bei jedem Essen sollte Salat eingeplant sein, entweder als Vorspeise oder als Beilage. Er liefert nicht nur Vitamine, sondern füllt den Magen auf eine bekömmliche Art und Weise", so Feinböck.

Joghurtcreme statt Cremetorte

Die Nachspeise muss nicht aus fettreichen Cremetorten mit Schlagobers bestehen. Alternativen sind Fruchtsalate und Joghurtcremes mit Früchten oder Beeren.

Eine gute Flasche Wein gehört zum Weihnachtsessen dazu, oft auch ein Aperitif. Feinböck: "Beim Aperitif kann man sich selbst etwas Gutes tun, indem man einen alkoholfreien Fruchtsaftcocktail serviert."

Genuss in Maßen lautet die Devise. "Wer dann noch über die Feiertage nicht auf seinen täglichen Spaziergang vergisst, dem sollten die Festtagsmenüs eigentlich nicht mehr auf den Magen schlagen", so Feinböck. (APA)

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    derstandard.at/schatz
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