"Frauen-Helpline muss erhalten bleiben!"

3. Dezember 2002, 11:24
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SPÖ-Frauen setzen sich für gesetzliche Absicherung und längerfristige Finanzierung ein

Wien - "Die Frauen-Helpline gegen Männergewalt ist ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Anti-Gewalt-Arbeit und darf nicht eingestellt werden", kommentierten die Frauensprecherin der SPÖ Wien, Martina Ludwig, und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer das mögliche Aus der Helpline, denn die ministerielle Förderung laufe mit Ende Dezember aus.

Prammer erklärte am Dienstag: "Ich bin vollkommen entsetzt dass es für die Frauenhelpline, die einzige Nummer, die österreichweit angerufen werden kann, keine Übergangsregelung gibt." Prammer forderte einen Beschluss der vier Parlamentsparteien, die Finanzierung fortzusetzen, damit "egal welche Regierung auch immer nach den Koalitionsverhandlungen angelobt wird, diese erfolgreiche Institution gegen Gewalt fortgeführt werden kann."

Beratung in Krisensituationen

Die Frauenhelpline, die kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung steht, hat seit Juni 1999 mehr als 45.000 AnruferInnen, Betroffene oder Angehörige - in beiden Fällen handelte es sich vorwiegend um Frauen - in Krisensituationen beraten.

"Der Weiterbestand dieser Opferschutz-Einrichtung muss gewährleistet werden und zwar durch eine längerfristige Finanzierung sowie eine gesetzliche Absicherung", forderte Ludwig. "Ich fordere die politisch Verantwortlichen auf, rasch die notwendigen Gelder zuzusagen und auch auszuzahlen, da es sonst für eine kleine private Institution unmöglich ist, die Arbeit fortzusetzen. Gewaltopfer brauchen rund um die Uhr Hilfe, deshalb muss ihr Fortbestand gesichert sein", so Ludwig abschließend. (red)

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