Kongresse finden statt

2. Dezember 2002, 11:56
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Ein weltweiter Vergleich der beliebtesten Kongresstourismus-Destinationen sieht Österreich auf dem elften Platz - In den USA werden die meisten Veranstaltungen abgehalten

Wien - Österreich gehört welt- und europaweit zu den beliebtesten Kongresstourismus-Destinationen. Die Alpenrepublik befindet sich im weltweiten Vergleich auf dem elften Platz, innerhalb Europas liegt Österreich auf Platz neun. Dies geht aus der von der "Union des Associations Internationales" (UAI) nun für das Jahr 2001 erstellten Rangliste hervor.

Als Kongresstourismusdestination weltweit führend sind die USA, gefolgt von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien, Austrialien, Holland und der Schweiz. Österreich ist laut UAI 2001 mit 231 Kongressen (nach 230 Kongressen im Jahr 2000) vom zwölften auf den elften Platz aufgestiegen. Großbritannien hat sich vom dritten auf den zweiten Platz verbessert, Spanien vom achten auf den sechsten, Belgien vom neunten auf den siebten. Frankreich, Australien und Holland haben ihre Positionen hingegen verschlechtert, Deutschland, Italien und die Schweiz haben ihren Rang gehalten.

Im Europa-Vergleich führt Großbritannien (615 Kongresse) vor Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien, Holland, Schweiz und Österreich auf Platz neun. Großbritannien hat Frankreich 2001 damit vom bisherigen Platz eins verdrängt. Insgesamt fanden im Jahr 2001 in Europa knapp 5.340 Kongresse statt.

Die Kongressstadt Wien hat ihre Position im weltweiten Spitzenfeld laut UAI im Jahr 2001 gehalten und war weiterhin - mit 140 Kongressen (nach 157 im Jahr 2000) - auf dem vierten Platz, hinter Paris (229), London (191) und Brüssel (188). Hinter Wien folgen Singapur, Genf, Berlin, Seoul, Kopenhagen und Sidney innerhalb der Top Ten.

Der weltweite Markt für Kongresstourismus ist im Jahr 2001 laut UAI um 1,8 Prozent geschrumpft. Australien und die pazifischen Staaten verzeichneten mit minus 7,9 Prozent den stärksten Rückgang, der Markt in Nord-, Mittel- und Südamerika war um 6,9 Prozent rückläufig. In Asien gab es um 4 Prozent weniger Kongresse. In Afrika wurden hingegen Zuwächse von 3,7 Prozent verzeichnet, der europäische Kongresstourismus-Markt wuchs um 0,7 Prozent.

2001 wurden weltweit knapp 9.260 internationale Kongresse abgehalten. Die meisten Kongresse gemessen an den Kontinenten fanden in Europa (5.339) statt, gefolgt von Amerika (1.958), Asien (1.185), Afrika (394) und Australien/Pazifik (383) statt.

Im Vorjahr sind laut UIA einige Länder - wie Vietnam, Guatemala, Libanon, Syrien und Länder in Osteuropa - als Kongressdestinationen zunehmend attraktiver geworden, da sich deren wirtschaftliches Umfeld stark gebessert und stabilisiert hat. (APA)

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