Drachenpuzzle

7. Dezember 2002, 12:24
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Meissen, die älteste Porzellanmanufaktur Europas, will sich verjüngen und der großen Vergangenheit eine trendige Zukunft verpassen

Oma wäre nicht Oma gewesen, hätte sie nicht diese einigermaßen kitschigen, aber - Achtung!- unendlich kostbaren Porzellane in den verschiedensten Ausführungen gehortet: Als Figürchen in der Vitrine. Als Sonntagskuchenteller für Auserwählte. Als Suppenschüsselprachtstück für Weihnachten. Unter den allerheiligsten dieser Dinger prangte mit zwei bläulich gekreuzten Schwertern das Logo der ältesten Porzellanmanufaktur Europas und damit das blaue Adelszeichen des feinsten, des so genannten "weißen Goldes" von Meissen.

Meissen will nun Schluss mit Omi machen, sich seiner modernen Talente besinnen und mit einer neuen Kollektion die Jüngeren unter uns ansprechen. Wie das geht? Mit dieser kniffligen Frage beauftragte das deutsche Traditionsunternehmen die Hamburger Trendforscher und Designexperten Thomas Kuball und Peter Kempe. Die schlussfolgerten, was jeder andere eigentlich hätte auch schlussfolgern können, und zwar: Meissen habe anderen Luxusmarken echte Tradition voraus und sei vor allem in Sachen Handwerk und Ausführung den alten, nämlich den hochgehaltenen Werten verpflichtet. Angesichts jedes der hauchzart mit zweifelloser Kunstfertigkeit bemalten Meissen-Objekte darf man an diesen Worten nicht zweifeln. Und in Anbetracht der Exponate im Porzellanmuseum von Meissen, wo die kaiserlichen und königlichen Service wappenklunkern, dass man die gebratenen Kapaune förmlich riecht, wird einem bewusst, dass dieses Unternehmen wahrlich eine große Vergangenheit besitzt. Doch wie schreitet man, aus Fürstenhöfen kommend, in die Zukunft? Mit alten Motiven und erneuerten Formen, mit weniger Schnörkel und mehr Zeitgeist. Was etwa einmal Fingerschale war, wurde nun zum Sushi-Tellerchen. Ein wenig weniger ist heute eben mehr, Omi hin oder her. uwo []

In der Wiener Jasomirgottstraße 3-5 wird das "neue Meissen" von 29.11. bis 24.12. "in einer stimmungsvollen Ausstellung präsentiert".

  • Oma wäre nicht Oma gewesen, hätte sie nicht diese einigermaßen kitschigen, aber - Achtung!- unendlich kostbaren Porzellane in den verschiedensten Ausführungen gehortet: Als Figürchen in der Vitrine. Als Sonntagskuchenteller für Auserwählte. Als Suppenschüsselprachtstück für Weihnachten.
    pressefoto meissen

    Oma wäre nicht Oma gewesen, hätte sie nicht diese einigermaßen kitschigen, aber - Achtung!- unendlich kostbaren Porzellane in den verschiedensten Ausführungen gehortet: Als Figürchen in der Vitrine. Als Sonntagskuchenteller für Auserwählte. Als Suppenschüsselprachtstück für Weihnachten.

  • Unter den allerheiligsten dieser Dinger prangte mit zwei bläulich gekreuzten Schwertern das Logo der ältesten Porzellanmanufaktur Europas und damit das blaue Adelszeichen des feinsten, des so genannten "weißen Goldes" von Meissen.
    pressefoto meissen

    Unter den allerheiligsten dieser Dinger prangte mit zwei bläulich gekreuzten Schwertern das Logo der ältesten Porzellanmanufaktur Europas und damit das blaue Adelszeichen des feinsten, des so genannten "weißen Goldes" von Meissen.

  •   Meissen will nun Schluss mit Omi machen, sich seiner modernen Talente besinnen und mit einer neuen Kollektion die Jüngeren unter uns ansprechen. Wie das geht? Mit dieser kniffligen Frage beauftragte das deutsche Traditionsunternehmen die Hamburger Trendforscher und Designexperten Thomas Kuball und Peter Kempe. Die schlussfolgerten, was jeder andere eigentlich hätte auch schlussfolgern können, und zwar:
    pressefoto meissen

    Meissen will nun Schluss mit Omi machen, sich seiner modernen Talente besinnen und mit einer neuen Kollektion die Jüngeren unter uns ansprechen. Wie das geht? Mit dieser kniffligen Frage beauftragte das deutsche Traditionsunternehmen die Hamburger Trendforscher und Designexperten Thomas Kuball und Peter Kempe. Die schlussfolgerten, was jeder andere eigentlich hätte auch schlussfolgern können, und zwar:

  • Meissen habe anderen Luxusmarken echte Tradition voraus und sei vor allem in Sachen Handwerk und Ausführung den alten, nämlich den hochgehaltenen Werten verpflichtet. Angesichts jedes der hauchzart mit zweifelloser Kunstfertigkeit bemalten Meissen-Objekte darf man an diesen Worten nicht zweifeln.
    pressefoto meissen

    Meissen habe anderen Luxusmarken echte Tradition voraus und sei vor allem in Sachen Handwerk und Ausführung den alten, nämlich den hochgehaltenen Werten verpflichtet. Angesichts jedes der hauchzart mit zweifelloser Kunstfertigkeit bemalten Meissen-Objekte darf man an diesen Worten nicht zweifeln.

  • Und in Anbetracht der Exponate im Porzellanmuseum von Meissen, wo die kaiserlichen und königlichen Service wappenklunkern, dass man die gebratenen Kapaune förmlich riecht, wird einem bewusst, dass dieses Unternehmen wahrlich eine große Vergangenheit besitzt. Doch wie schreitet man, aus Fürstenhöfen kommend, in die Zukunft? Mit alten Motiven und erneuerten Formen, mit weniger Schnörkel und mehr Zeitgeist. Was etwa einmal Fingerschale war, wurde nun zum Sushi-Tellerchen. Ein wenig weniger ist heute eben mehr, Omi hin oder her. (uwo / DER STANDARD/rondo/29.11.2002)
    pressefoto meissen

    Und in Anbetracht der Exponate im Porzellanmuseum von Meissen, wo die kaiserlichen und königlichen Service wappenklunkern, dass man die gebratenen Kapaune förmlich riecht, wird einem bewusst, dass dieses Unternehmen wahrlich eine große Vergangenheit besitzt. Doch wie schreitet man, aus Fürstenhöfen kommend, in die Zukunft? Mit alten Motiven und erneuerten Formen, mit weniger Schnörkel und mehr Zeitgeist. Was etwa einmal Fingerschale war, wurde nun zum Sushi-Tellerchen. Ein wenig weniger ist heute eben mehr, Omi hin oder her. (uwo / DER STANDARD/rondo/29.11.2002)

  • In der Wiener Jasomirgottstraße 3-5 wird das "neue Meissen" von 29.11. bis 24.12. "in einer stimmungsvollen Ausstellung präsentiert".
    pressefoto meissen

    In der Wiener Jasomirgottstraße 3-5 wird das "neue Meissen" von 29.11. bis 24.12. "in einer stimmungsvollen Ausstellung präsentiert".

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