FPÖ verlor Vormachtstellung in allen Landeshauptstädten

26. August 2003, 18:51
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Grüne schafften in acht Landesmetropolen den dritten Platz - ÖVP dominiert jetzt in fünf Landeshauptstädten

Wien - Neue Machtverhältnisse hat die Nationalratswahl 2002 auch in den Landeshauptstädten gebracht. Die FPÖ, 1999 noch in fünf Landeshauptstädten stimmenstärkste Partei, hat in allen Landesmetropolen ihre Vormachtstellung verloren. Selbst in Klagenfurt rutschte die FPÖ um 17,5 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent ab. Dort hat die SPÖ die FPÖ mit nunmehr 34,8 deutlich überholt. Ansonsten gaben die Freiheitlichen ihre Spitzenposition durchgängig an die ÖVP ab - und fielen sogar hinter die Grünen zurück.

ÖVP legte durchwegs zweistellig zu

Damit hält die ÖVP nun die Städte Graz, Salzburg, Innsbruck, Bregenz und Eisenstadt, während die SPÖ in Wien, St.Pölten, Linz und Klagenfurt dominiert. Die ÖVP legte durchwegs zweistellig zu. Die FPÖ rutschte in vier Hauptstädten unter zehn Prozent, in Eisenstadt und St. Pölten gar unter sechs Prozent. Auch in Wien liegen Freiheitlichen nur noch bei 8,2 Prozent.

Die Städte, "Pflaster" der Grünen

Für die Grünen hat sich einmal mehr bewiesen, dass die Städte ihr "Pflaster" sind. Ihr Wahlziel, die FPÖ zu überholen, haben sie - mit Ausnahme von Klagenfurt - in allen Hauptstädten erreicht. In fünf Landeshauptstädten kamen die Grünen auf über zehn Prozent. Die meisten Stimmen erhielten sie in Bregenz mit 17,3 Prozent und in Innsbruck mit sogar 19,2 Prozent.

Originell ist, dass die SPÖ in St. Pölten mit 50,7 Prozent (plus fünf Prozentpunkte) gar die absolute Mehrheit erreicht hat, während die ÖVP heuer das Land Niederösterreich der SPÖ abnahm. Umgekehrt in Eisenstadt hat die ÖVP mit 54,8 Prozent (plus 14,2 Prozentpunkte) die Absolute errungen, während das Burgenland wiederum generell neben dem zurückeroberten Kärnten die einzige ländliche Hochburg der SPÖ darstellt.(APA)

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