39 Prozent der Erstwähler stimmten für ÖVP

26. August 2003, 18:51
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Sachthemen wenig ausschlaggebend für Wahlentscheidung

Wien - Auch bei den Erstwählern hat die ÖVP bei diesen Wahlen klar die Nase vorne gehabt. 39 Prozent jener, die zum ersten Mal mitstimmen durften, haben sich für die ÖVP entschieden. Deutlich Punkten konnten bei den Erstwählern auch die Grünen. Sie erreichten beim "frisch gebackenen" Wahlvolk 19 Prozent. Die SPÖ kam unter den Erstwählern nur auf 28 Prozent, die FPÖ erreichte 12 Prozent, das LIF nur 2 Prozent, so eine am Wahlsonntag erstellte Umfrage von OGM im Auftrag des ORF.

Ansonsten punkteten die Parteien trotz des hohen Wechselwähleranteils vor allem bei ihren Stammwählern. Die SPÖ wählten immerhin 55 Prozent der Wähler auf Grund ihrer Parteibindung, bei der ÖVP waren es 44 Prozent, bei der FPÖ 36 Prozent und bei den Grünen immerhin noch 34 Prozent. Mit Sachthemen punkteten die Parteien in dem ohnehin inhaltsarmen Wahlkampf nur wenig. Nur 8 Prozent bei der SPÖ und jeweils 7 Prozent bei ÖVP und FPÖ wählten ihre Partei auf Grund der Sachthemen. Nur bei den Grünen waren es immerhin 18 Prozent.

Wichtig war den Wählern hingegen die Koalitionsfrage. 22 Prozent der SP-Wähler entschieden sich für Rot in Hoffnung eine bestimmte Koalition zu erreichen, bei der ÖVP waren es 20 Prozent, bei der FPÖ 31 und bei den Grünen 25 Prozent.

Nicht gewählt hat am Sonntag knapp jeder fünfte Wahlberechtigte Österreicher. Das Hauptmotiv (24 Prozent) war dabei Resignation, gefolgt von Desinteresse (19), Protest (12) und immerhin 15 Prozent hatten schlichtweg keine Zeit. (APA)

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