SPÖ gewinnt in Kärnten

26. August 2003, 18:51
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Vormachtstellung in Klagenfurt und Villach von FPÖ zurückgeholt - Bezirk Hermagor ging an ÖVP verloren

Klagenfurt - Die SPÖ ist wieder die Nummer eins bei Nationalratswahlen in Kärnten. Sie holte sich auch die Vormachtstellung in der Landeshauptstadt Klagenfurt und in der zweitgrößten Stadt Villach wieder zurück. Die Freiheitlichen, am 3. Oktober 1999 stimmenstärkste Partei, fiel auf den dritten Platz zurück und erlebte auch in den Bezirken einen Absturz.

In Klagenfurt legte die SPÖ um 2,96 Prozentpunkte zu und ist mit 34,78 Prozent wieder stimmenstärkste Partei. Die FPÖ stürzte von 39,13 auf 21,66 Prozent (-17,47 Prozentpunkte) ab und fiel sogar hinter die ÖVP zurück. Die Volkspartei legte 16,69 Prozentpunkte zu und hält bei 32,68 Prozent. Die Grünen steigerten sich um 0,95 Prozentpunkte auf 9,11 Prozent und erreichten in der Landeshauptstadt das beste Bezirksergebnis. Die KPÖ verzeichnete einen Zugewinn von 0,15 Prozentpunkte und kam auf 0,55 Prozent. Für die Liberale setzte es hingegen Verluste von 2,10 Prozentpunkten, sie halten bei 1,22 Prozent.

In Villach verloren die Freiheitlichen 16,7 Prozentpunkte, errichten nur noch 23,05 Prozent und fielen vom ersten auf den dritten Platz zurück. Nummer eins ist wieder die SPÖ von Bürgermeister Helmut Manzenreiter, die um 5,26 Prozentpunkte auf 43,98 Prozent zulegte. Den größten Zuwachs (13,48 Prozentpunkte) hatte jedoch die ÖVP zu verzeichnen. Sie liegt jetzt bei 24,71 Prozent. Die Grünen legten in der zweitgrößten Stadt des Landes 0,53 Prozentpunkte zu und erreichten 6,64 Prozent. Auch die KPÖ wurde stärker, um 0,16 Prozentpunkte auf 0,67 Prozent. Die Liberalen verloren hingegen 1,47 Prozentpunkte und liegen nur noch bei 0,95 Prozent.

In den insgesamt zehn Bezirken Kärntens ist die SPÖ in nicht weniger als neun die stärkste Kraft. Bei der letzten Wahl war sie es in drei gewesen. Nur im Bezirk Hermagor setzte sich die ÖVP durch. Sie legte 12,06 Prozentpunkte zu und rückte von der dritten an die ersten Stelle vor. Die Freiheitlichen, 1999 noch in sieben Bezirken stimmenstärkste Partei (Klagenfurt-Stadt, Klagenfurt-Land, Villach-Stadt, Feldkirchen, Feldkirchen, Spittal/Drau, Wolfsberg), sind jetzt überall die Nummer drei.

In allen Bezirksstädten haben die Sozialdemokraten Platz eins erreicht. 1999 hatte die FPÖ noch in drei Städten (Spittal/Drau, Wolfsberg, Feldkirchen) die meisten Stimmen auf sich vereinen können. (APA)

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