ÖVP erstmals seit 1966 wieder Nummer Eins

26. August 2003, 18:51
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Wien - Erdrutschsieg für die ÖVP bei der Nationalratswahl. Erstmals seit dem Urnengang von 1966 dürfte die Volkspartei unter Bundeskanzler Schüssel wieder die Nummer eins im Land werden, und das mit recht großem Vorsprung. Denn die SPÖ verbuchte ebenso wie die Grünen nur leichte Gewinne, die FPÖ erlitt ein einzigartiges Debakel.

Die Zahlen laut ORF-Hochrechnung, Auszählungsgrad 60,2 %: ÖVP 42,3 (1999: 26,9), SPÖ 37,1 (33,2), FPÖ 9,9 (26,9), Grüne 8,9 (7,4). Die ÖVP hat damit den größten Stimmengewinn bei einer Wahl der Zweiten Republik geschafft. Für die FPÖ gab es hingegen den stärksten Verlust. Bei den Mandaten liegt die ÖVP bei 79 (1999: 52). Die SPÖ käme auf 70 (65), die FPÖ auf 18 (52) und die Grünen auf 16 (14).

Eine Neuauflage von Schwarz-Blau würde sich rechnerisch ausgehen. Allerdings müssten die Freiheitlichen von ihrer Ansage abgehen, dass sie bei einem Votum von unter 15 Prozent in die Opposition wechseln. Rot-Grün hat wohl keine Chance mehr, dafür könnten sowohl SPÖ als auch Grüne Mehrheitsbeschaffer für die Volkspartei sein. Diese hatte vor der Wahl betont, in alle Richtungen offen zu sein.

Das vorläufige amtliche Endergebnis soll gegen 19 Uhr 30 Uhr von Innenminister Strasser verkündet werden. Die Auszählung der Wahlkarten wird noch bis 2. Dezember dauern. Erst dann steht das offizielle Endergebnis fest. (APA)

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