Langsames Wuchern einzelner Glieder

26. März 2005, 23:55
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Matthew Barneys "Cremaster"-Zyklus im Filmmuseum: Eine Gratwanderung zwischen Kunst und Kino

foto: filmmuseum/courtesy barbara gladstone galler
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Mit Matthew Barneys fünfteiligem "Cremaster"-Zyklus präsentiert das Österreichische Filmmuseum derzeit eine Gratwanderung zwischen Kunst und Kino: eine Bildermaschine, die assoziativ Mythen, Metamorphosen und Skulpturen verbindet.


Wien - Zusammenfügen zu einem Körper lassen sich die einzelnen Teile nicht. Eher handelt es sich um Glieder, die, einmal abgetrennt, ein unheimliches Eigenleben entwickeln, weiterwachsen und Metamorphosen durchmachen. Räume sind auf rätselhafte Weise miteinander verbunden, minimale Bewegungen bewirken anderswo choreographische Muster, Figuren treten ab und kriechen aus einem anderen Loch wieder hervor.

Matthew Barneys Cremaster-Zyklus, der aus fünf Teilen besteht, die im Laufe der letzten acht Jahre (in achronologischer Reihenfolge) hergestellt wurden, ist endlich komplett. Das Österreichische Filmmuseum präsentiert den Bastard aus Kunst und Kino in den nächsten Tagen erstmals in vollem Umfang.

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"Cremaster 1"

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