
Hmmm? dachten wir uns, die wir darauf bisher nicht wirklich geachtet haben. Doch eine spontane Umfrage in der Redaktion ergab: tatsächlich. Stubenfliegen scheinen eine starke und nicht wirklich erklärliche Vorliebe dafür zu haben, in etwas über zwei Meter Höhe durchs Zimmer zu kreisen - auf Lampenhöhe mithin. Was logisch klingt, wenn man im Hinterkopf behält, welche Myriaden an Insekten jährlich in der fatalen Schönheit des Lampenlichts verbrennen [in Tirol stellt man deshalb jetzt auf weniger attraktive gelbe Straßenbeleuchtung um]. Doch warum tun sie's auch dann, wenn die Lampen nicht eingeschaltet sind? Oder wenn ein Raum gar nicht mit einer Lampe ausgestattet ist?
Für eine(n) derjenigen, die in der einen oder anderen Formulierung die Frage "Warum kreisen Stubenfliegen stets auf Lampenhöhe?" gestellt haben, erhält Thomas Grafl unseren nächsten Buchpreis - sorry für die vom Los Beungünstigten! (red)
... oder sind wir zu einem Leben mit Vergehen, Kavaliersdelikten und allerhand Anrüchigkeiten verdammmt?
... oder sind die kleinen papierenen Hilfestellungen zwangsläufig missverständlich?
... der Titel steht bewusst unter Anführungszeichen, denn unser Gewinner der Woche bezieht sich auf eine regelmäßig wiederkehrende Posting-Variante
Charaktersache oder nicht: Wie aussagekräftig respektive unvereinbar sind die Vorlieben in Sachen Haustier wirklich?
Wir bitten um Beiträge zur jüngst geführten Diskussion, ob sich die Menschheit dem intergalaktischen Publikum zu langweilig präsentiert
... zum Beispiel diese hier - zur wenig abwechslungsreichen Etymologie von Fragewörtern
Oder ist die technologische Entwicklung, die wir nicht mehr kontrollieren können, längst am Laufen?
Nicht auf jede Frage kann es eine Antwort geben - dafür jedoch manchmal tausend + Gewinnspiel
Gegen einen viel verwendeten Kampfbegriff wendet sich unser Gewinner der Woche mit der Frage: Wen sollen wir uns denn zum Vorbild nehmen?
Unser Gewinner der Woche liefert gleich ein konkretes Beispiel mit - ob Sie damit wohl einverstanden sind?
Plaudern Sie aus dem Nähkästchen: Unser Gewinner der Woche fragt nach den originellsten Nicks und was hinter der jeweiligen Namenswahl steckt
Schürfen Sie in Literatur, Geschichte und persönlicher Erfahrung: Gesucht wird ein wahrhaft bleibender Unwert
Erstaunlich: Die Umfrage im Forum kam der Wahrheit nicht einmal annähernd auf die Spur
... und liegt der, wie unser Gewinner der Woche meint, ausgerechnet in unserem hauseigenen Forum?
Entwerfen Sie eine Formel für die ideale Dumme(?) Frage - und diesmal lehnen wir uns im Publikumssessel zurück
... oder bleibt dies ganz den (un-)möglichen Antworten vorbehalten?
Die Katze, das Butterbrot und der freie Fall - ein nicht unbedingt bierernstes Experiment
Unsere Rubrik wagte sich mit dieser Frage zum ersten Mal auf die meta-kommunikative Ebene ...
Worüber möchten Sie ehrlich wirklich absolut auf gar keinen Fall diskutieren?
Oder sind wir schon verblödet? Unsere Blödheitzumutbarkeitsgrenze ist jedenfalls erreicht
Ein Rückblick als kleiner Leitfaden für künftige Einsendungen - aber vielleicht wollen Sie ja auch genau darüber diskutieren
aber einen faktor, den ich bis dato noch vermisse ist die WAERME.
fliegen suchen waerme - was ja auch der grund ist, warum die sch...dinger im herbst in die wohnung kommen...
lichtquelle (eingeschaltet) = waermequelle
lichtquelle (ausgeschaltet) = ???
koennt ja sein, dass die durchgefuehrten "tests" nach ausschalten des lichts gemacht wurden - also war die lampe noch heiss !
oder aber, und das waer dann ein neues thema (und imho ziemlich weit hergeholt), wir muessen ueber das zwar begrenzte aber doch vorhandene GEDAECHTNIS der fliegen reden. brrrrrrrrr... (da war doch mal eine waermequelle...)
Ich hab mir das hier mal durchgelesen, dachte dann bei chenet "dass ist es!". Aha, dann also doch nicht. also, explorer öffne dich, und bring mich zum allmächtigen google. dieser führte mich zu folgender seite: http://www.fgk.org/01/Berich... ex_d.shtml
hier steht, dass die fliegen scheinbar auf Magnetismus reagieren und deshalb auch um die Lampen kreisen da dadurch ein magnetfeld ensteht, und wenn diese ausgeschaltet ist dort noch ein Rest-Magnetfeld herrscht.
seht selbst nach, klang eigentlich ganz plausibel, erklärt für mich aber auch nicht alles. ist aber ein ansatz!
Hab vor ein paar Tagen einen Bericht darüber gesehen.
Viele Insekten orientieren sich in der Nacht am Mond und am Tag an der Sonne. Wenn eine Fliege geradeaus fliegen will wählt sie zum Beispiel einen 45°-Winkel zum Mond, da der so weit weg ist verändert sich der Winkel nicht, wenn sie weiterfliegt und sie erhält dadurch eine gerade Flugbahn. Leider Sind Zimmerlampen heller als der Mond, ausserdem scheint der in meinem Zimmer sowieso recht selten. Die Fliege orientiert sich daher an der Deckenlampe und versucht ebenfalls, eine gerade Flugbahn zu bekommen. Leider funktioniert der Trick mit dem fixen Winkel im Zimmer aber nicht, da der Abstand zur Lampe viel zu gering ist. Die Fliege muss ihre Flugbahn dauernd korrigieren und landet mit der Zeit unweigerlich auf der Lampe.
So einfach ist das.
Was weiter unten schon erwähnt wurde, ist korrekt: Es handelt sich um die kleinere Art von Stubenfliegen (nicht die "klassische"). Die Männchen suchen sich einen Fixpunkt und erklären die Region darum herum zu ihrem "Revier". Sie fliegen in eckiger Bahn um den Fixpunkt herum, vertreiben andere Männchen und warten auf ein Weibchen. Frei hängende Lampen bieten sich als Fixpunkte an, es kann auch ganz was anderes sein. Hat hier nichts mit der Lichtquelle zu tun.
Nein, im Ernst: Die gemeine Stubenfliege ist ein domestizierter, seit vielen Jahrtausenden an den Menschen angepasster Vertreter dieser Tierart. Es ist anzunehmen, dass sich dieses Tier seit Anbeginn der Bewohnung von Höhlen und Bauten an diesen Lebensraum optimal angepasst hat (zumal ja aufgrund der hohen Reproduktionsrate auch die Anpassung rasch vor sich geht). Daraus ziehe ich den Schluß, dass sich genau diese Flughöhe als optimal für den "Indoorflug" herausgestellt hat.
Die Fliege fliegt nicht näher als 30 cm an ein Hindernis heran. Da sich in einem Zimmer aber meist Gegenstände mit Höhen über 160 cm (Kästen, Stehlampen, Zimmerpflanzen, Menschen, lampen, etc...) über dem Boden befinden, wird höher geflogen. Die Zimmerdecke als nächste Begrenzung ergibt nun eine Flugbahn zwischen 180 und 210 cm (im Schnitt) und da befinden sich nun mal die Lampen. Beobachten sie mal den Küchentisch. Die lästige Fliege fliegt doch glatt immer in Kopfhöhe herum. Die Lampen sind tiefer abgehängt und der Fliege bleibt nur wenig Raum...
fliegen nicht nur immer in der selben höhe, sie kreisen auch genau nach dem selben muster. wenn sie zwischendurch mal abwärts in bodennähe fliegen, fliege sie bei der nächsten runde wieder dort runter...ich hab mich auch schon oft gefragt warum die das eigentlich tun...aber so ist es wenigstens leicht sie zu erwischen...
Ich kann mich erinnern, einmal einen Artikel gelesen zu haben in dem (für Falter) damit argumentiert wurde, dass sie sich in der Nacht bezüglich des Mondes orientieren und nahezu parallel dazu fliegen. Verwechselt das Insekt eine Lampe mit dem Mond wird daraus eine Kreisbahn. Ob dies auch auf Fliegen anwendbar ist kann ich nicht sagen.
Bezüglich der Höhe gibt es ja die Regel, dass Schwalben je nach Wetterlage in verschiedenen Höhen fliegen - mit der Begründung, dass deren Nahrung (Insekten) die Flughöhe an das Wetter anpasst. Vielleicht ist bevorzugt also das Raumklima, dass ja fast überall zumindest ähnlich ist eine bestimmte Flughöhe.
Da ich aber keinen Ahnung von Insekten habe kann das natürlich alles Blödsinn sein.
Dieses Phänomen ist v.a. im Frühsommer sichtbar, es handelt sich dabei aber ziemlich sicher nicht um Stubenfliegen (Musca domestica), sondern um kleinere Dipteren (von uns zuhause "die Lampenfliegen" genannt), ich muss aber gestehen, dass ich die Art nie bestimmt habe. Ich vermute, dass die Fliegen einen optischen Anhaltspunkt für Paarungsflüge verwenden (wie das z.B. Mückenschwärme in der Au über einzel stehenden Büschen machen).
Hat nicht mein geschätzter Kollege Peter Iwaniewicz (Tier der Woche) das schon längst im Falter abgehandelt ?
erich.eder@univie.ac.at
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