LASK und Sturm trennen sich 1:1

30. Juni 2000, 14:07

Meister schafft gegen zehn Linzer gerade noch Unentschieden

Linz - LASK gegen Sturm war bei bitterer Kälte auf der Gugl kein Match, das die rund 7.000 Zuschauer erwärmte. Der Meister kam bei der UEFA-Cup-Generalprobe für das Treffen mit dem AC Parma mit einem blauen Auge davon: Schopp rettete mit dem Ausgleich zum Endstand von 1:1 (1:0) den Steirern gegen zehn Athletiker wenigstens einen Punkt. Damit blieben die Linzer, die Brenner durch Ausschluss verloren, auch im vierten Spiel sieglos, während der Favorit jetzt schon fünf Runden ungeschlagen ist.

Die Linzer begannen defensiv, hatten aber durch Kauz, der knapp am rechten Kreuzeck (13.) vorbei schoss, dennoch die erste Chance. Nach einer halben Stunde bekam der Favorit das Spiel besser in den Griff. Das erste Zeichen dafür setzte Vastic, der allein vor Wimleitner auftauchte, aber zu schwach schoss (30.). Ausgerechnet in dieser Phase fiel das überraschende 1:0 für den LASK: Brenner köpfelte nach einem Panis-Eckball (35.) ein. Danach hatte Stumpf nach Flanke von Pichorner sogar das 2:0 (43.) auf dem Kopf. Dann war Sturm wieder an der Reihe, doch schoss Vastic (45.) aus 16 Metern übers Gehäuse.

Kampf vor Spiel

Nach dem Wechsel hatte das Spiel weniger mit Fußball, sondern mehr mit Rugby zu tun. Es wurde von beiden Seiten ruppig und hektisch agiert. Sturm kam zwar auf, ohne aber das LASK-Tor ernsthaft zu gefährden. Vor dem Strafraum war meist Endstation und wenn man einmal in den 16-er eindrang, wurde zu umständlich agiert. Sturm hatte nur eine Möglichkeit auf den Ausgleich, als Vastic für Kocijan (60.) aufspielte, der Champions League-Held aber an Wimleitner scheiterte. Eine Minute später verlor der LASK Brenner wegen Kritik durch Ausschluss.

Ivica Osim reagierte, nahm Libero Foda vom Feld und schickte Stürmer Szabics in den Kampf. Die Folge waren rollende Angriffe auf das LASK-Gehäuse, wobei allerdings Kauz in der 80. Minute den Matchball kläglich allein vor Schicklgruber verjuxte. Das wurde letztlich bestraft, denn die Sturm-Bemühungen - im Finish stürmte sogar Schicklgruber mit - wurden nicht unverdient doch belohnt. Nach einem Tumult vor Wimleitner behielt Schopp den Überblick und schoss zum 1:1 ein.

Vor dem Anpfiff hatte es im LASK-Lager Diskussionen über Keeper Pavlovic gegeben. Der Kroate, der trotz des 0:3 gegen Weltmeister Frankreich bester Mann des WM-Dritten war, meldete sich verletzt. Trainer Marinko Koljanin gegenüber hatte der Teamspieler etwas von einem Bruch erzählt, was sich aber als Sprunggelenks-Prellung mit Wasser im Knöchel heraus stellte. Die beiden slowenischen EM-Teilnehmer Milinovic und Udovic hatten über Müdigkeit, auch nach den Feiern, geklagt und um Nicht-Aufstellung geben. Ersterer musste aber als Libero ran.


LASK - Sturm Graz 1:1 (1:0). Linzer Stadion, 7.000, Stuchlik.

Torfolge: 1:0 (35.) Brenner (Kopfball) 1:1 (92.) Schopp

LASK: Wimleitner - Milinovic - Jochum, Ba - Brenner, Kauz, Pichorner, Grassler, Panis (89. Kiesenebner), Mehlem - Stumpf (64. Bradaric/94. Ortner)

Sturm: Schicklgruber - Foda (64. Szabics) - Neukirchner, Prilasnig - Schopp, Mählich, Reinmayr (71. Angibeaud), Minavand, Martens - Kocijan (76. Strafner), Vastic

Gelbe Karten: Jochum, Kauz

Rote Karte: Brenner (61./Kritik). (APA)

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