Die stille Seite der Grebenzen

25. Oktober 2002, 15:40
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Am unbekannteren westlichen Teil des beliebten Berges findet man Ruhe und traumhafte Rundsichten

Der Naturpark Grebenzen an der steirisch-kärntnerischen Grenze gehört zu den viel besuchten Gebieten, was bei der landschaftlichen Schönheit des Berges und der vielfältigen Flora nicht überrascht. Zudem ist die Grebenzen durch eine Straße leicht erreichbar und als Skigebiet gut erschlossen.

Sie hat aber auch ihre stillen Seiten: im Westen. Allerdings sind die Anstiege dort steil und verlangen gute Kondition. Nur wenige Bergsteiger wählen diese Routen, um vom Scharfen Eck eine traumhafte Rundsicht zu genießen. Der Blick reicht vom Zirbitzkogel bis zu den Karawanken, über die Mettnitzer Berge bis zu den Niederen Tauern. Vor allem beeindruckt der Blick auf die historische Stadt Friesach.

Die Runde bietet viel Abwechslung, auch wenn man keinen der drei Grebenzen-Gipfel erklimmt, was auf unmarkierten Wegen leicht möglich wäre. Pistenbedingte Eingriffe in die Natur sind kaum zu sehen, die Wege tadellos markiert und beschildert, einige Zeitangaben erscheinen allerdings übertrieben.

Die Route

Man fährt von St. Lambrecht zum Parkplatz oberhalb des Auerlingsees (Südende) und wandert auf der roten Markierung fast eben zum Winklbauer, wo man sich links hält. Nun beginnt der steile Abschnitt, der bis zur Hochfläche reicht. Dort wendet man sich nach rechts und gelangt zum Scharfen Eck. 2 bis 2¼ Stunden ab Parkplatz.

Nun geht es ein kurzes Stück zurück, man behält die Richtung bei und wandert über freies Terrain zur Gunzenbergalm, passiert das Wilde Loch und erreicht - zuletzt leicht absteigend - nach einer Stunde die Dreiwiesenhütte. Man folgt der Sandstraße talwärts bis zur ersten scharfen Rechtskehre und trifft knapp neben der Straße auf die rote Markierung, die - wieder etwas steil - über den Kärntner Riegel zum Ausgangspunkt zurück führt. Gehzeit ab Dreiwiesenhütte eine Stunde. (Bernd Orfer/DER STANDARD, Printausgabe)

Gesamtgehzeit 4-4¼ Stunden, Höhendifferenz rund 600 m. Dreiwiesenhütte: Mo Ruhetag. Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 159 (Murau) und 160 (Neumarkt)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Blick vom Grebenzen in die Ferne

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