Ascom unterzeichnet neues Bankenabkommen

31. Oktober 2002, 20:12
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Schweizer Technologiekonzern trifft Vereinbarung über mittelfristige Finanzierung

Der Berner Technologiekonzern Ascom hat am Mittwoch mit seinen Gläubigerbanken eine Vereinbarung über eine mittelfristige Finanzierung getroffen. Betragsmäßig stimmten 98,9 Prozent der involvierten Gläubigerbanken dem Abkommen zu. Mit einer Schweizer Kantonalbank liefen noch Verhandlungen, teilte Ascom am Donnerstagabend weiter mit.

Im Rahmen der Vereinbarung wird die Ascom Holding ihren Kreditgebern Sicherheiten an einem Großteil der Aktiven einräumen. Dies komme auch den Obligationären der 4 3/8 Prozent Anleihe 2000-2005 zugute.

Nettoverschuldung konnte leicht abgebaut werden

Die Nettoverschuldung der Ascom-Gruppe habe seit Beginn des Jahres zielgemäß von 631 Mill. sFr (431 Mill. Euro) auf 421 Mill. sFr (30.9.2002) abgebaut werden können, heißt es in der Mitteilung weiter. Anfang Dezember 2001 hatte die stark verschuldete Ascom mit ihren Gläubigerbanken die Weiterführung der bestehenden Kredite vereinbart. Zudem wurden damals 80 Mill. sFr als Neukredit gewährt. Das damals ausgehandelte Stillhalteabkommen läuft Ende Oktober 2002 aus.

Ascom war im vergangenen Jahr tief in die Verlustzone gerutscht. Der Konzern befindet sich in einem schwierigen Marktumfeld in einer umfassenden Restrukturierung, im Rahmen derer der ehemaligen Traditionskonzern auf nur noch rund die Hälfte der bisherigen Größe verkleinert werden soll. 2001 erwirtschaftete Ascom einen Umsatz von 3,1 Mrd. sFr.(APA/sda)

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