Rumsfeld: "Achse des Bösen ist eine Koalition krimineller Staaten"

31. Oktober 2002, 19:49
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Palästinensische Terroristen sind ideologische Weggefährten

Paris - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat die von Präsident George W. Bush angeprangerte "Achse des Bösen" eine Koalition genannt. In einem Interview der französischen Wochenzeitung "Valeurs Actuelles" erklärte Rumsfeld, die "Achse des Bösen" könne als "Koalition krimineller Staaten und terroristischer Organisationen, die ihre Ressourcen zusammenlegen", definiert werden. Rumsfeld nannte als Beispiel Nordkorea, das diejenigen Staaten massiv unterstütze, die sich mit Massenvernichtungswaffen ausrüsten wollten.

Die "Achse des Bösen" habe überdies eine komplexe politische Dimension, sagte Rumsfeld in dem Interview. So instrumentalisierten die islamistischen Extremisten den traditionellen Islam, so wie früher das Regime Benito Mussolinis die vergangene Größe des römischen Imperiums für sich ausgeschlachtet habe oder wie die Nazis die Kultur der Germanen verfälscht hätten. Rumsfeld erklärte weiter, er wisse zwar nicht, ob man die palästinensischen Terroristen- Gruppen wie Hamas oder Islamischer Dschihad als Bestandteil der "Achse des Bösen" bezeichnen könne. Sicher seien diese Gruppen aber ideologische Gefährten der Achse. (APA/dpa)

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