EDS will 5.500 Stellen streichen

31. Oktober 2002, 19:42
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US-Computerdienstleister beabsichtigt Abbau von bis zu vier Prozent der Stellen

Der große amerikanische Computerdienstleister Electronic Data Systems (EDS) will in den kommenden Quartalen bis zu 5.500 Arbeitsplätze abbauen. Die ersten 800 bis 1000 Stellenstreichungen sollen bis zum Jahresende erfolgen, teilte EDS am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Angestrebt werde der Abbau von drei bis vier Prozent der Stellen.

Outsourcing geplant

Die Gesellschaft will im Jahr 2003 auch mindestens 1.500 Arbeitsplätze an billigere Standorte in aller Welt verlegen. Die in Plano (Texas) ansässige Gesellschaft will außerdem andere Kostensenkungen in Höhe von 75 Mill. Dollar (76,3 Mill. Euro) vornehmen und in den kommenden sechs bis acht Monaten mehr als 500 Mill. Dollar durch den Verkauf von nicht-strategischen Vermögenswerten einehmen.

EDS reagierte damit auf das schwache Geschäft mit Computerdienstleistungen und einen drastischen Rückgang des Auftragseingangs im dritten Quartal 2002 auf nur noch drei Mrd. Dollar gegenüber 6,8 Mrd. Dollar in der Vorjahresvergleichszeit.

Gewinn deutlich geschrumpft

Der Gewinn schrumpfte im Juli-September-Abschnitt deutlich auf 86 Mill. Dollar oder 18 Cent je Aktie gegenüber 212 Mill. Dollar oder 44 Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Quartalsumsatz fiel um drei Prozent auf 5,4 Mrd. Dollar.

Konzernchef Dick Brown zeigte sich von den Quartalsergebnissen enttäuscht. "Wir nehmen die notwendigen Schritte vor, um unser Geschäft den gegenwärtigen Marktkonditionen anzupassen und um das Unternehmen wieder auf den Weg zu höheren Gewinnen zu bringen", erklärte er.

Kunden haben gespart

Die Kunden verzichteten auf Zusatzleistungen und sparten. Einige europäische Kontrakte brachten geringere Umsätze als erwartet. Die Konkurse von US Airways und dem Telekom-Unternehmen WorldCom wirkten sich ebenfalls negativ aus.

EDS verdiente in den ersten neun Monaten dieses Jahres 755 (Vorjahresvergleichszeit: 958) Mill. Dollar oder 1,54 (1,99) Dollar je Aktie.

Die EDS-Aktien legten nachbörslich kräftig um mehr als 15 Prozent auf 15,85 Dollar zu. Der EDS-Aktienkurs ist in diesem Jahr um 80 Prozent eingebrochen.(APA/dpa)

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