Mordprozess Wurst: Verwandte entlasten Angeklagten

31. Oktober 2002, 19:06
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Verhältnis zur Ehefrau sei ausgezeichnet gewesen - um Mitangeklagten habe der Kinderarzt sich allerding intensiv gekümmert

Klagenfurt - Im Prozess gegen den zur Anstiftung zum Mord an seiner Gattin und wegen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen angeklagten Kinderarzt Franz Wurst wurden am Mittwoch der Neffe des Angeklagten und dessen Gattin vernommen. Beide beschrieben Wurst als einen zunehmend von Altersdemenz gekennzeichneten Mann, der ein ausgezeichnetes Verhältnis zu seiner Gattin gehabt habe.

Intensiv um Mitangeklagten Thomas H. gekümmert

Der Neffe Wursts, Dr. K. aus Wien, erklärte Richter Wilfried Kirchlehner, dass er wegen der verworrenen finanziellen Lage seines Onkels bereits ein Sachwalterschaftsverfahren anstrengen wollte. Wurst habe nicht erklären können, wohin beträchtliche Geldsummen verschwunden seien. Zu seiner Gattin habe Wurst ein ausgezeichnetes Verhältnis gehabt und um die Familie des Mitangeklagten Thomas H. habe der Kinderarzt sich vorbildlich, wenn auch für den Geschmack von K. zu intensiv, gekümmert.

Ehefaru hatte Angst vor Thomas H.

Das Ehepaar K. berichtete übereinstimmend, dass das spätere Mordopfer H. Wurst mehrmals gesagt hätte, sie habe Angst vor Thomas H.. Sie habe jedoch nicht zur Gendarmerie gehen wollen, da diese "ohnehin nichts unternehme".

Das Verfahren wird am kommenden Montag um 13.00 Uhr fortgesetzt. (APA)

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