Luftverschmutzung innerhalb Europas variiert beträchtlich

31. Oktober 2002, 16:33
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Apheis-Studie erhob Schadstoffmengen von 26 europäischen Städten

Saint Maurice - Trotz strengerer Emissionsstandards, schärferer Kontrollen und der Abnahme bestimmter Schadstoffarten ist die Schadstoffkonzentration allgemein nach wie vor besorgniserregend.

Dies geht aus den Ergebnissen des Apheis-Programms (Air Pollution and Health: A European Information System) hervor, die seit heute, Donnerstag, vorliegen. Die Luftqualität von 26 europäischen Städten wurde erhoben. Feinstaub- und Russmessungen zeigen, dass nur wenige Mikrogramm pro Kubikmeter den gesundheitsschädigenden Ausschlag geben.

Schadstoffwerte innerhalb Europas variieren beträchtlich

Laut Apheis-Studie variieren die Schadstoffwerte innerhalb Europas beträchtlich: Die durchschnittliche Feinstaubkonzentration liegt zwischen 14 und 73, die Russkonzentration zwischen acht und 66 Mikrogramm pro Kubikmeter. Im Unterschied zu anderen gesundheitsgefährdenden Faktoren (Rauchen etc.) ist die Luftverschmutzung laut Bericht allgegenwärtig und der Kontrolle des Einzelnen damit völlig entzogen. Bis 2005 will die EU ihren Mitgliedern Zeit geben, die Feinstaubkonzentration auf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter herabzusetzen, eine Senkung auf 20 Mikrogramm pro Kubikmeter ist bis 2010 vorgesehen.

Apheis ist ein Programm des EU-Forschungszentrums in Ispra, Italien, des europäischen Zentrums für Umwelt und Gesundheit der WHO in Bonn sowie weiterer Umwelt- und Gesundheitsorganisationen mit dem Ziel, Forschungsergebnisse für die Praxis nutzbar zu machen. Für die Zukunft plant Apheis eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, um die Kosten von Umweltmaßnahmen kalkulieren zu können. Zu den 26 untersuchten Städten zwölf europäischer Länder zählen unter anderem Athen, Barcelona, Bukarest, Budapest, Göteborg, London, Lyon, Madrid, Marseille, Paris, Rom, Stockholm, Strassburg und Tel Aviv. (pte)

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