Simputer geht in Produktion

31. Oktober 2002, 12:46
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Indischer Handheld soll Landbevölkerung das Internet eröffnen - basiert auf Linux und neuem User-Interface "Malacca"

Das indische Technologieunternehmen PicoPeta Simputers Limited hat einen Produktionspartner für seinen Simputer gefunden. Bharat Electronics Limited (BEL) hat bereits die 400 Vorserien-Geräte des Handhelds gefertigt. Die ersten 1.000 Serienmodelle sollen noch im November vom Band kommen. Während zurzeit die Geräte noch rund 13.000 Rupien (272,38 Euro) kosten, hofft das Unternehmen den Preis innerhalb von sechs Monaten auf 10.000 Rupien (209,53 Euro) drücken zu können.

Billigere Alternative

Der Simputer ist als eine billigere Alternative zu teureren PC-Systemen gedacht. Das Gerät soll der Landbevölkerung Indiens und anderer Entwicklungsländer einen Zugang zum Internet ermöglichen. Laut Angaben der Entwickler von PicoPeta, die aus dem akademischen Umfeld kommen, ist der Simputer als ein "Community Digital Assistant" (CDA) gedacht, der gemeinschaftlich genutzt wird. Der Simputer basiert auf Linux und dem von PicoBeta selbst entwickelten User-Interface Malacca. Das Gerät ist deswegen mit einem Smart Card-Reader ausgestattet, damit die einzelnen Benutzer ihre persönlichen Daten verwahren können.

Ab Februar 2003

Der Simputer verfügt nach Angaben von PicoPeta über die Möglichkeit zur Sprachausgabe von Text-Dokumenten sowie über ein integriertes Mikrofon und Lautsprecher. Der CDA beherrscht die Darstellung von nicht-europäischen Schriftzeichen. Der Netzzugang erfolgt über ein eingebautes Modem oder verschiedene drahtlose Technologien. Die BEL-Simputers sollen im Februar 2003 auf den Markt kommen. (pte)

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    bild: pte
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