Sommer-Tourismus weiter im Aufwind

31. Oktober 2002, 11:04
posten

Heimische Anbieter verzeichen Plus von 5,1 Prozent

Wien - Die Tourismusumsätze sind in der Sommersaison 2002 von Mai bis September nach vorläufigen Berechnungen um 5,1 Prozent auf 7,23 Mrd. Euro. Das bisherige Wachstumstempo habe sich gegenüber der Sommersaison des Vorjahres nur mäßig vermindert, der österreichische Tourismus habe trotz der vor allem in Deutschland bemerkbaren Konjunkturschwäche und der Hochwassereffekte ausgezeichnet abgeschnitten, kommentierte Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann (F) am Freitag die vom Wirtschaftsministerium veröffentlichten Ergebnisse. Die Sommersaison dauert von Mai bis Oktober.

Allerdings gebe es sehr wohl Folgen der Hochwasserkatastrophe vom August in Form von Sachschäden bzw. Nachfrageausfällen, von denen in erster Linie die Bundesländer Wien, Nieder- und Oberösterreich getroffen worden seien, so Rossmann.

Österreich habe in diesem Sommer vor allem von mehr Autoreisen profitiert, die zum Teil an Stelle von Flugreisen in andere Destinationen durchgeführt wurden, berichtete die Staatssekretärin. Dieser Trend sei nicht nur auf die Folgen des 11. September 2001, sondern auch auf die erfolgreiche Positionierung Österreichs als Urlaubsdestination im Herzen Europas zurückzuführen. Für die kommende Wintersaison erwartet Rossmann ein Umsatzplus von "gut fünf Prozent".

Von Mai bis September verbuchte der österreichische Tourismus vor allem bei Gästen aus Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Belgien, Italien und Deutschland zum Teil kräftige Zuwächse. Die Nächtigungszahl der britischen Gäste und der Österreicher stagnierte, jene von US-Amerikanern war nach wie vor rückläufig. Relativ starke Umsatzzuwächse erzielten in diesem Zeitraum das Burgenland (plus 10,1 Prozent), Tirol (plus 8,5 Prozent), Vorarlberg (plus 8,3 Prozent) und Kärnten (plus 6,1 Prozent). Salzburg (plus 5,2 Prozent) und die Steiermark (plus 4,7 Prozent) entwickelten sich ähnlich wie der Österreich-Durchschnitt. In den in erster Linie vom Hochwasser betroffenen Bundesländern stagnierten oder sanken die Umsätze (Oberösterreich: plus 0,4 Prozent, Niederösterreich: minus 1,9 Prozent, Wien: minus 2 Prozent). (APA)

Share if you care.