Planungen für Austria-Stadion laufen

31. Oktober 2002, 10:28
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Drei Standorte in engerer Auswahl - Entscheidung noch heuer erhofft - Reines Fußball-Stadion mit 25.000 bis 30.000 Sitzplätzen

Wien - Mit dem Hinspiel in der zweiten UEFA-Cup-Runde gegen den FC Porto am Donnerstag wurde einmal mehr das Dilemma des österreichischen Fußball-Krösus Austria Wien sichtbar. Das kleine Horr-Stadion in Favoriten reicht (derzeit) zwar für österreichische Bundesliga-Verhältnisse, entspricht jedoch nicht den internationalen Anforderungen. Das Happel-Stadion wiederum ist wegen seiner Größe als neue violette Heimstätte nicht geeignet, wodurch die Planungen für eine neue Austria-Arena bereits auf Hochtouren laufen.

Dringlichkeit

Austrias Vize-Präsident und Statthalter von Mäzen Frank Stronach, Andreas Rudas, macht sich über die aktuelle Misere keine Illusionen. "Wir sehen auf Grund der momentanen Situation, dass das vorhandene Stadion nicht ausreicht. Die Gemeinde Wien weiß um die Dringlichkeit unseres Anliegens", meinte Rudas.

Standort noch nicht fix

Eine definitive Entscheidung über den Standort eines neuen Stadions ist laut Manager Markus Kraetschmer noch nicht gefallen. "Es gibt drei Optionen. Die erste ist ein Neubau in Rothneusiedl, die zweite eine Komplett-Renovierung des Horr-Stadions. Auch ein Umzug nach Transdanubien ist möglich", erklärte Manager Kraetschmer. "Wir befinden uns in ständigen Verhandlungen mit Bürgermeister Häupl und Vizebürgermeisterin Laska. Noch in diesem Jahr soll der Standort feststehen, erst dann werden wir uns über die Finanzierungs-Modalitäten unterhalten."

Mühsame Vorlaufphase

Danach freilich beginnen erst die mühsamen Behördenwege. "Es würde eine gewisse Vorlaufphase geben, denn man müsste einige Genehmigungen einholen. Aber sobald der erste Spatenstich erfolgt ist, könnte es schnell gehen", vermutet Kraetschmer und hält eine Dauer von "drei bis vier Jahren" bis zur Eröffnung des neuen Austria-Stadions für realistisch.

Frage der Verkehrsanbindung

Wo die Arena im Endeffekt wirklich stehen wird, hängt von mehreren Komponenten ab. "Wichtig ist vor allem eine gute öffentliche Verkehrsanbindung, eine leichte Erreichbarkeit mit dem Auto und genügend Raum, um ausreichend Parkplätze zur Verfügung zu stellen", meinte der Manager, der in diesem Zusammenhang seiner Hoffnung auf eine Verlängerung der U-Bahn-Linie U1 bis Rothneusiedl Ausdruck gab.

Reines Fußball-Stadion

Die neue Heimstätte der Veilchen ist als reines Fußball-Stadion ausschließlich mit Sitzplätzen konzipiert und soll 25.000 bis 30.000 Zuschauern Platz bieten. Doch die zahlreiche Frequentierung der neuen Sportstätte wird sich laut Kraetschmer nicht nur auf die Heimspiele der Austria beschränken. "Vielleicht wird ein Vereinsmuseum oder ein Fan-Lokal integriert. Das ganze Areal soll auf jeden Fall ein riesiger Komplex werden und Unterhaltung für die ganze Familie bieten, vielleicht mit Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomiebetrieben, Kino-Centern oder Event-Treffs."

Unterstützung durch Magna

Die großzügige Unterstützung durch Großsponsor Magna ist der Wiener Austria auf jeden Fall sicher. "Für Magna ist das ein absolutes Top-Projekt. Wir wollen ein richtiges Schmuckkästchen für alle schaffen", erklärte Kraetschmer.(APA)

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