Prostatakrebs: Früherkennung durch Screening

31. Oktober 2002, 09:57
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Brustkrebsgen erhöht Prostatakrebs-Risiko - Jährlich 22.000 Fälle allein in Großbritannien

London - Eine genetische Mutation, die zu Brust- und Eierstockkrebs führen kann, erhöht bei Männern das Prostatakrebs-Risiko. Bei Männer mit dem BRAC2-Gen ist laut britischen Forschern das Prostatakrebs-Risiko um das Fünffache erhöht. Wissenschaftler des Cancer Research UK haben jetzt bekanntgegeben, eine europaweite Studie durchzuführen: Ziel ist ein Screening von Männern mit einem hohen genetischen Risiko.

Die Studie wird über fünf Jahre laufen. Untersucht werden 500 Männer mit einem schadhaften Gen und mit mehr als vier nahen Verwandten, die bis zu ihrem 60. Lebensjahre Brustkrebs entwickelt haben. Im Zuge der Studie wird der so genannte "Prostate Specific Antigen"-Test (PSA-Test) angewendet, der die Anzeichen der Erkrankung feststellt. Jenen Männern mit erhöhten Antigen-Werten soll eine Biopsie angeboten werden. Die Patienten werden Männern ohne jenem schadhaften Gen gegenübergestellt, die im PSA-Versuch in den Niederlanden teilnehmen, berichtet die BBC.

Laut Forschern soll das genetische Screening die weite Verbreitung von Prostatakrebs eindämmen. Allein in Großbritannien werden jährlich 22.000 Fälle diagnostiziert. Durch das genetische Screening soll eine Früh-Erkennung und –Diagnose möglich werden. (pte)

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