"In Frankreich werden die Menschenrechte verletzt"

31. Oktober 2002, 08:37
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Mutter beantragt nach vergeblichem Streit um Besuchsrecht politisches Asyl in Kanada

Montreal - Eine Französin, die vor französischen Gerichten vergeblich um ihre vier Kinder kämpfte, hat in Kanada politisches Asyl beantragt. "In Frankreich werden die Menschenrechte nicht respektiert", sagte 54-Jährige, die nicht namentlich genannt werden wollte, am Mittwoch zur Begründung. In ihrer Heimat würden ihre Rechte als Mutter verletzt.

Die Frau stritt mit der französischen Justiz jahrelang erfolglos darum, ihre vier Kinder besuchen zu dürfen. Ihr Mann, ein ranghoher Armeeangehöriger, sei 1993 mit den drei Söhnen und der Tochter verschwunden. Später sei dem Vater das Sorgerecht für die Kinder zugesprochen worden. Die Gerichte hätten sich jedoch geweigert, das der Mutter eingeräumte Besuchsrecht durchzusetzen.

Nach Angaben der kanadischen Einwanderungsbehörden beantragten dieses Jahr bereits 16 FranzösInnen Asyl in Kanda. Laut der französischen Botschaft in Ottawa wurde bisher jedoch noch nie einer/m ihrer Staatsangehörigen Aufnahme gewährt. (APA)

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