Arznei-Auspendeln war keine Gefährdung

30. Oktober 2002, 21:10
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Vorwürfe gegen steirischen Gynäkologen

Graz - Gefahr in Verzug ist derzeit nicht zu konstatieren, meint man in der steiermärkischen Ärztekammer zum Fall jenes obersteirischen Gynäkologen, gegen den das Land Steiermark ein Praxis-Schließungsverfahren eingeleitet hat. Der Arzt steht im Verdacht, mindestens zwei Patientinnen falsch behandelt zu haben. Ob ein Todesfall vom vergangenen Sommer im Zusammenhang damit steht, wird derzeit untersucht.

Die Kammer stellt allerdings auch fest, dass sich der Mediziner "wahrscheinlich" eines Fehlverhaltens schuldig gemacht hat. Das Auspendeln von Medikamenten ist damit aber nicht gemeint, denn der Mediziner habe dabei nur zwischen zwei gleichwertigen Präparaten eine Entscheidung getroffen, seine Patientinnen also nicht gefährdet. Der Gynäkologe befindet sich vorerst noch bis 10. November auf Urlaub, er weist alle Anschuldigungen zurück.

Beim Infotelefon der Ärztekammer gingen rund 100 Anrufe ein - einige von besorgten, die meisten von zufriedenen Patientinnen. (APA)

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