Wettbewerb um Neugestaltung des Prater-Areals

30. Oktober 2002, 19:12
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Ziel sei eine Zone mit Ganzjahresbetrieb die eine "Erneuerungsdynamik mit privaten Investitionen" ankurbelt

Wien - Die Stadt Wien nimmt einen weiteren Anlauf für die Neugestaltung des Prater-Areals: Am Mittwoch, startete dazu ein mit 25.000 Euro dotierter Planungswettbewerb. Fünf geladene Teilnehmer, nämlich Bernhard Paul (Circus Roncalli), Emmanuel Mongon (Imaginvest), Stefan Seigner (ArtEvent), die "Landmark Entertainment Group" und "Explore Erlebnis Produktionen", sollen bis Jahresende Ideen vorlegen. Die Ergebnisse werden im kommenden März präsentiert.

Es gehe darum, zwischen dem Prater, der Messe, dem Happel- und dem Dusika-Stadion und dem Stadionbad vermehrt Synergieeffekte zu erzielen, hieß es am Mittwochnachmittag in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Vizebürgermeisterin Grete Laska (S) und Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S). Erwartet wird, dass durch die Investitionen der Stadt in den U-Bahn-Ausbau und die Messe-Revitalisierung eine "Erneuerungsdynamik mit privaten Investitionen" ausgelöst wird.

Projektvorschläge

Die Anregungen - von Projektvorschlägen bis zu Marketingkonzepten - sollen auf ihre Machbarkeit geprüft werden und in einen Masterplan für das gesamte Gebiet einfließen. Überwacht wird all das durch den Anfang Oktober eingesetzten Projektkoordinator Peter Klopf, Stadtteilplaner im Wiener Rathaus.

"Upgrading" des gesamten Areals

Ziel sei ein "Upgrading" des gesamten Areals zu einer zusammenhängenden, zeitgemäßen, qualitativ hochwertigen und attraktiven Zone mit Ganzjahresbetrieb, heißt es in den Presseunterlagen zur Ausschreibung. Entertainment, Tourismus und Events sind dabei - unter Berücksichtigung der vorhandenen Strukturen - die erwünschten inhaltlichen Schwerpunkte.

"Urban Entertainment Center"

Nicht gedacht wird an die Errichtung eines großflächigen Themenparks oder eines "Urban Entertainment Center" mit hohem Einzelhandelsanteil. Für den Wurstelprater werden architektonische, kulturelle, wirtschaftliche und gastronomische Konzepte gesucht, um unter Bewahrung der Tradition eine schrittweise Erneuerung einzuleiten.

Im Bereich Messe-Süd wird die etappenweise Entwicklung einer Entertainmentzone angestrebt. Für die Halle 10 der Messe ist dabei an einen "Themenpark kleineren Zuschnitts" gedacht. Im Bereich der Krieau und des Stadions soll das Thema Sport möglichst umfassend inszeniert werden. (APA)

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Auch Ideen weiterer Interessenten sind im Rahmen des Wettbewerbs willkommen: Beiträge können im Internet deponiert werden
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