Volksoper: Vier Favoriten für die Leitung

30. Oktober 2002, 19:11
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Ausschreibungsfrist endet am 1. November

Wien - Am 1. November läuft die Ausschreibung für die Interimsleitung der Volksoper aus. Diese war nötig geworden, weil Direktor Dominique Mentha Wien im Herbst 2003, zwei Jahre vor dem Ende seines Vertrages, verlässt.

Dass Kunststaatssekretär Franz Morak (VP) Staatsoperndirektor Ioan Holender oder Burgtheaterprinzipal Klaus Bachler, der davor die Volksoper leitete, beauftragen könnte, zusätzlich auch das Haus am Währinger Gürtel zu führen, wird generell ausgeschlossen: Der interimistische Direktor dürfte auch der definitive ab 2007 sein. Derzeit kursieren viele Namen, darunter Tobias Richter (Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf) und Michael Lakner (Theater Basel). Ihnen werden aber - wie auch Gustav Kuhn (Festspiele Erl) - keine Chancen eingeräumt. Roland Geyer (Klangbogen) erklärte, sich nicht beworben zu haben.

Vier Personen sollen zur Diskussion stehen: Rudolf Berger, ehemaliger Chef der Kammeroper. Bis zum Sommer leitet er die Opéra National du Rhin in Straßburg. Georg Quander, dessen Vertrag mit der Deutschen Staatsoper unter den Linden in Berlin bereits ausgelaufen ist. Christine Mielitz, Regisseurin und Intendantin in Meiningen. Zudem gebe es, so die Gerüchte, einen großen Unbekannten, der ebenfalls aus Deutschland komme. Mit einer Entscheidung ist bereits nächste Woche zu rechnen. (trenk/DER STANDARD, Printausgabe, 31.10./1.11.2002)

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