Nachfolgerin der Niedermeyer Augenoptik pleite

30. Oktober 2002, 15:49
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Passiva 1,3 Millionen Euro - 220 Gläubiger und 93 Dienstnehmer von Insolvenz betroffen

Wien - Das Wiener Handelsunternehmen RS Augenoptik GmbH, Nachfolgegesellschaft der Niedermeyer Augenoptik, ist insolvent. Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) mitteilte, hat das Handelsgericht Wien am heutigen Mittwoch das Konkursverfahren eröffnet. Von der Insolvenz sind 93 Dienstnehmer und rund 220 Gläubiger betroffen. Aktiva von 740.000 Euro stehen Verbindlichkeiten von 1,3 Mill. Euro gegenüber, verweist der KSV auf Unternehmensangaben. Auslöser für die Pleite seien massive Umsatzeinbrüche und damit erneute Liquiditätsengpässe gewesen.

Über die ehemalige Niedermeyer Augenoptik war seit Anfang 2002 bereits ein Konkurs anhängig, der nach dem Einstieg der deutschen Optikkette von Rolf Schneider durch einen Zwangsausgleich aber abgewendet werden konnte. Schneider hatte sich bereit erklärt, die erste Teilquote von 10 Prozent (insgesamt 450.000 Euro) zu zahlen. Nachdem die Gläubiger diese Barquote erhalten hatten, wurde das Konkursverfahren im September wieder aufgehoben.

Die Anmeldefrist für Forderungen gegenüber der RS Augenoptik wurde mit 27. Dezember 2002 festgesetzt. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung findet am 10. Jänner 2003 statt. Masseverwalter ist der Wiener Rechtsanwalt Walter Kainz. (APA)

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