Israelische Schriftsteller helfen Palästinensern bei Olivenernte

30. Oktober 2002, 15:11
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Bewohner erzählten von Schikanen radikaler jüdischer Siedler

Jerusalem - Vier international bekannte israelische Schriftsteller haben den Palästinensern im nördlichen Westjordanland am Mittwoch symbolisch bei der Olivenernte geholfen. Der israelische Rundfunk meldete, Amos Oz, Abraham B. Jehoschua, Meir Shalev und David Grossmann hätten die Dörfer Akrabe und Janun bei Nablus besucht und in einer Solidaritätsaktion Oliven gepflückt. Die Einwohner hätten ihnen von Schikanen radikaler israelischer Siedler erzählt.

In den vergangenen Wochen hatten radikale jüdische Siedler die Palästinenser immer wieder mit Gewalt daran gehindert, ihre Oliven zu ernten und die Oliven zum Teil sogar gestohlen. Bei Nablus ist Anfang Oktober ein 22-jähriger Palästinenser bei einer Auseinandersetzung mit radikalen Siedlern im Zusammenhang mit der Ernte erschossen worden.

Für zahlreiche palästinensische Familien sind die Oliven, die im Frühherbst geerntet werden, die einzige Einnahmequelle. Der israelische Kommentator Seew Schiff beschrieb den Erntediebstahl durch die Siedler am Mittwoch als "dramatische Wende im militärischen Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern" und als "Vorbereitung zum Transfer" der palästinensischen Bevölkerung. (APA/dpa)

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