Unicef-Hilfe für Frauen und Kinder an der Elfenbeinküste

30. Oktober 2002, 12:19
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Situation im Bürgerkrieg immer angespannter

Abidjan/Wien - "Die Situation von Kindern und Frauen wird immer verzweifelter", beschrieb Unicef-Mitarbeiterin Carole Baudoin die Situation des Bürgerkriegs an der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) am Mittwoch in einer Aussendung des UNO-Kinderhilfswerks. In der Region um Bouake, Tiebissou und Sakassou sei mit der Verteilung von Hilfsgütern begonnen worden.

"In Bouake und Daloa sind soziale und medizinische Dienste zusammengebrochen", so Baudoin. Im Krankenhaus von Daloa gebe es nur eine einzige ausgebildete Person - eine Hebamme. Auch Trinkwasser und sanitäre Anlagen stellten Gesundheitsrisiken dar. In Yamoussoukro treffen laut Unicef täglich über 1.000 Menschen ein, die aus den gefährlichen Gebieten fliehen.

Allein in Abidjan leben laut Unicef rund 10.000 Straßenkinder. Aufnahmezentren für vertriebene Menschen in der Stadt werden von der Unicef mit Hilfsgütern beliefert. Auch das "Centre d'Ecoute Pilote" in Adjame, das von dem Bureau International Catholique pour l'Enfance (BICE), geleitet wird, wurde mit Material und Arzneien unterstützt. Seit der Ausgangssperre wird es besonderes von Straßenkindern aufgesucht. (APA)

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