Giftgasalarm in Feldkirch nach Leck in ÖBB-Waggon

30. Oktober 2002, 11:52
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Kanister mit Tensiden für die Textilindustrie wurde bei Verschubarbeiten beschädigt

Bregenz - Ein Zwischenfall bei Verschubarbeiten im Bahnhof Feldkirch löste Dienstag am frühen Abend Giftgasalarm aus: Aus einem Kanister in einem Waggon rann eine vorerst unbekannte Flüssigkeit aus, ätzender Geruch lag in der Luft. 128 Mann mit 21 Fahrzeugen von acht Feuerwehren standen im Einsatz. Nach etwas mehr als zwei Stunden konnte Entwarnung gegeben werden, als der Stoff als Tenside für die Textilindustrie identifiziert war.

Unbekannte Flüssigkeit

Ein aus der Schweiz kommender Zug war zum Beladen in Feldkirch eingetroffen, an ihn wurde ein Waggon mit dem Gefahrengut Phosphorsäure angehängt. Bei den Verschubarbeiten wurden allerdings zwei Behälter mit einer anderen Substanz beschädigt. Ein Bahnmitarbeiter entdeckte die ausrinnende Flüssigkeit und schlug sofort Alarm.

Großräumig wurde der Bahnhof abgesperrt, ein Krisenstab gebildet. Die zu einer Spezialschulung an der Landesfeuerwehrschule in Feldkirch anwesenden Mitglieder der Betriebsfeuerwehr Chemiepark Linz wurden zur Unterstützung in die Aktion eingebunden.

Nach der Analyse durch mehrere Chemiker stand fest, dass keine Gefahr für die Umwelt bestand. Auf Grund der Frachtpapiere für den Waggon, die auf einen hoch giftigen Stoff als Teil der Ladung hinwiesen, hatten die Mitarbeiter der ÖBB vollkommen richtig gehandelt, so ein Vertreter der Behörden. (APA)

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