"Bildung-Geschlecht-
Ökonomie"

31. Oktober 2002, 08:41
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Tagung der Koordinationsstelle für feministische und frauenspezifische Forschung in Innsbruck

Die Interfakultäre Koordinationsstelle für feministische und frauenspezifische Forschung und Lehre an der Universität Innsbruck veranstaltet von 7. bis 9. November die Tagung "Bildung - Geschlecht - Ökonomie".

"Aufgrund der Budgetkonsolidierung im Rahmen der europäischen Integration und der globalen Tendenz zur Ökonomisierung der Bildung wird die gesellschaftliche Relevanz der Bildung (und in Folge dessen auch die Effektivität und Effizienz der Universitäten) zunehmend nach ökonomischen Kriterien beurteilt. Es handelt sich dabei um eine Politik männlicher (wirtschaftlicher und politischer) Eliten und insofern um einen vergeschlechtlichten Prozess, der gesellschaftliche Spaltungslinien entlang von Geschlecht, aber auch Ethnie und sozialer Schicht wieder verschärfen könnte.

Die Tagung / Ringvorlesung will einerseits die historische Entwicklung von Bildungsidealen und –zielen aufzeigen und die aktuellen Tendenzen, die unter dem Schlagwort „Ökonomisierung der Bildung“ gefasst werden, beleuchten. Andererseits wird auf die Situation von Frauen und der Frauenforschung an den Universitäten – welche Chancen und Risiken ergeben sich – unter den gegenwärtigen Bedingungen sowie auf die Bedeutung von Bildung bzw. Bildungspolitik für eine demokratische Entwicklung des Geschlechterverhältnisses und der Gesellschaft insgesamt eingegangen."

Programm

  • Donnerstag 7. November 2002 - HS 5

    Historische Entwicklungen:
    13.00 Uhr: Vorstellung und Einleitung
    13.30 Uhr: Elke Gruber: Von den Bildungsidealen der Aufklärung zur „Bildung zur Brauchbarkeit“ (Universität Klagenfurt)
    15.00 Uhr: Veronika Knapp: Universitätsreformen in Österreich seit der Zweiten Republik und ihre geschlechtsspezifische Wirkungen (Innsbruck)
    16.30 Uhr: Pause
    17.00 bis 18.00 Uhr: Diskussion und Gegenüberstellung der beiden Referate mit den Referentinnen

  • Freitag, 8. November 2002 – HS 4

    Globalisierung und die Ökonomisierung der Bildung:
    9.00 Uhr: Erna Appelt: Was ist unter dem Schlagwort ‚Ökonomisierung der Bildung’ zu verstehen? (Universität Innsbruck)
    10.30 Uhr: Marianne Gronemeyer: Bildung statt Zurichtung für den Arbeitsmarkt (Fachhochschule Wiesbaden)
    12.00 bis 12.15: Pause
    12.15 bis 13.15 Uhr: Diskussion und Gegenüberstellung der beiden Referate mit den Referentinnen
    13.15 bis 14.30 Uhr: Mittagspause
    Frauen an den Hochschulen / Feministische Wissenschaft:
    14.30 Uhr: Sünne Andresen: Das Konkurrenzfeld Universität als Ort der 'Normalisierung' feministischer Forschungsinteressen (Universität Potsdam)
    16.00 Uhr: Sabine Kock: Frauen- und Geschlechterforschung (an europäischen Hochschulen): Das kritische Verhältnis von Hochschulreformen, Institutionalisierungstrukturen und Engagement. (Wien)
    17.30 Uhr: Jessica Bösch: EUropäische Frauenförderung und deren Auswirkungen im österreichischen Hochschulbereich (Universität Innsbruck)
    19.00 Uhr bis 20.00 Uhr: Pause
    20.00 bis 22.00 Uhr: Podiumsdiskussion: Perspektiven der feministischen Forschung Diskutantinnen: Univ. Prof. Dr. Kornelia Hauser (Universität Innsbruck), Dr. Ilse König (Bundesministerium für Wissenschaft; angefragt), Sabine Kock (Wien), Vertreterin des Verbandes feministischer Wissenschafterinnen (Innsbruck).

  • Samstag, 9. November 2002 – HS 4

    Bildung, Geschlechter und Demokratie:
    9.30 Uhr: Larissa Krainer: Bildung und Demokratie Welches Lernen führt zu einer mündigen Zivilgesellschaft? (IFF – Universität Klagenfurt)
    11.00 Uhr: Heike Kahlert: Freiheit, Differenzierung, Konkurrenz – Kommerzialisierung von Bildung in der Marktgesellschaft (Universität Rostock)
    12.30 bis 12.45: Pause
    12.45 bis 13.45 Uhr: Diskussion und Gegenüberstellung der beiden Referate mit den Referentinnen und Abschlussdiskussion

    Information

    Interfakultäre Koordinationsstelle für feministische und frauenspezifische Forschung und Lehre Universität Innsbruck
    Mag.a Alexandra Weiss
    Innrain 52
    6020 Innsbruck
    Tel.: 0512/507/9812
    Email
    Homepage

    (Ankündigung/red)

  • 7. - 9.11.2002
    Universität Innsbruck
    Hörsäle 5 und 4 (Parterre)
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