Elisabeth Ondrak gibt SPÖ-Etat ab

30. Oktober 2002, 20:40
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"Auffassungsunterschiede in Strategie und Kampagnenführung"

Elisabeth Ondrak legt den SPÖ-Etat zurück, der Grund: "Auffassungsunterschiede in Strategie und Kampagnenführung".

Elisabeth Ondrak - ehemalige Ogilvy-Geschäfsführerin - war gemeinsam mit Chrigel Ott, CD bei Lowe GGK, für den SPÖ-Etat verantwortlich (siehe dazu: Welche Agentur für welche Partei in den Wahlkampf zieht).

"Ein Wahlkampf ist kein Zuckerschlecken"

Chrigel Ott meint in einer ersten Stellungnahme: "Wer jemals einen Nationalratswahlkampf werblich betreut hat, weiß dass man dabei öfters (d.h. täglich) an seine physischen und psychischen Grenzen geführt wird. Und das geht allen so. Vom Reinzeichner bis zum Creative Director. Von der Sekretärin bis zum Client Service Director.

Man muss aber einen Wahlkampf als berufliche Herausforderung sehen, die man nicht oft im Leben machen kann und daher akzeptieren, dass es unter dem enormen Druck zu Reibungen und auch zu Reibungsverlusten kommt. Ich verstehe (und bedaure) deshalb, dass sich Frau Dr. Elisabeth Ondrak in ihrer Funktion als freie Kommunikationsberaterin aus dem SPÖ-Wahlkamptteam rund um meine Person zurückgezogen hat." Er und seine Mitarbeiter "werden alles daran setzen, dass es am 24. November im Wahlkampfcontainer an der Löwelstraße heisst: Rot gewinnt. Weil der Mensch zählt."

Probleme auch bei ÖVP und Ogilvy

Ebenfalls nicht reibunglos geht der ÖVP-Wahlkampf - für Schüssel & Co wirbt Ogilvy - über die Bühne. Wie etat.at berichtete (Weiter Wirbel um ÖVP-Wahlplakat - Slogan "Wer, wenn nicht er?" wurde bereits von PPI United für fiktive Schüssel-Kampagne verwendet) sieht sich Ogilvy mit einer Unterlassungsklage von PPI United wegen der Verwendung des Slogans "Wer, wenn nicht er." konfrontiert. (red)

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