Vier Tote nach Angriff auf jüdische Siedlung

30. Oktober 2002, 12:24
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Eine Frau, zwei Mädchen und der angreifende Palästinenser wurden erschossen

Jerusalem - Ein bewaffneter Palästinenser hat am Dienstagabend eine jüdische Siedlung im nördlichen Westjordanland angegriffen und dabei jüngsten Angaben zufolge eine israelische Frau und zwei junge Mädchen getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Der Mann kletterte über den Sicherheitszaun um die Siedlung Hermesh und eröffnete das Feuer auf die beiden zwölf und 13 Jahre alten Mädchen, die vor ihrem Haus saßen, wie am Mittwoch aus Armeekreisen verlautete. Die beiden schwer verletzten Mädchen erlagen später ihren Verletzungen.

Den Angaben zufolge schoss eine Siedlerin mit einer Pistole auf den Angreifer, der jedoch entkam und in ein Haus eindrang. Dort habe der Mann auf ein Paar geschossen. Die Frau kam ums Leben, ihr Mann wurde verletzt.

Herbeigeeilte Siedler und Soldaten erschossen schließlich den mit einem Automatikgewehr bewaffneten Mann. Nach Angaben von Einwohnern wurden bei dem Schusswechsel vier Soldaten verletzt. In Hermesh, das zwischen Jenin und Nablus liegt, leben rund 300 Siedler.

Die israelische Armee nahm nach Angaben von Radio Israel in der Nacht bei einer Razzia auf palästinensischem Gebiet im nördlichen Gazastreifen 15 Personen fest. Fünf von ihnen seien von den Israelis gesucht worden.

Erst am Sonntag hatte ein Selbstmordattentäter in der Siedlung Ariel im Westjordanland drei israelische Soldaten mit in den Tod gerissen.(APA/dpa)

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