Hunderttausende Langzeitarbeitslose verlieren Beihilfe

29. Oktober 2002, 21:21
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Ersparnisse oder Partner mit eigenem Einkommen: Arbeitslosengeld gestrichen

Arbeitslosenhilfe in Deutschland soll für wegfallen "Frankfurter Rundschau": Ein Viertel aller betroffen

Frankfurt/Main - Die von der deutschen Bundesregierung geplante Reform der Arbeitslosenhilfe bedeutet offenbar deren Wegfall für ein Viertel aller Langzeitarbeitslosen. Laut einem am Dienstag im Voraus veröffentlichten Bericht der "Frankfurter Rundschau" sollen mehr als 27 Prozent der rund 1,3 Millionen Langzeitarbeitslosen die so genannte Stütze nicht mehr bekommen. Der Zeitung zufolge sollen die Sparmaßnahmen vor allem Arbeitslose treffen, die Ersparnissen haben oder deren Partner über ein eigenes Einkommen verfügt.

So solle die Obergrenze von Vermögen, die Arbeitslosenhilfeempfänger nicht antasten müssen, künftig nach der Formel Altersjahre mal 260 Euro berechnet werden, berichtet die "FR". Bisher liegt der Faktor bei 520 Euro. Auch sollten Einkommen von Partnern bei der Berechnung von Arbeitslosenhilfe stärker angerechnet werden als heute. Mit dem Vorhaben soll der Bundeshaushalt bereits im kommenden Jahr um 2,3 Milliarden Euro entlastet werden, 2004 soll die eingesparte Summe 5,1 Milliarden Euro betragen. (APA/AP)

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