Rebellen in Cote d'Ivoire verlangen Neuwahlen

29. Oktober 2002, 20:34
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Gespräche unter ECOWAS-Vermittlung in Lome

Lome - Vor dem ersten Treffen der Konfliktparteien in der westafrikanischen Republik Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) haben die Rebellen die Beendigung ihres Aufstands angeboten, wenn die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo innerhalb von sechs Monaten Neuwahlen abhalten lässt. Die Aufständischen forderten am Dienstag auf ihrer Website eine Garantie der USA, Frankreichs, der EU und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, dass die Wahlen stattfinden und dass "alle Kandidaten und alle Menschen der Elfenbeinküste daran teilnehmen dürfen".

Die Rebellen verlangten von der Regierung außerdem, den Tod dreier führender Politiker während der Unruhen aufzuklären, unter ihnen der frühere Militärmachthaber General Robert Guei. Staatspräsident Gbagbo hatte sich am Montagabend im Fernsehen offen für Gespräche mit den Rebellen gezeigt, wenn sie ihre Waffen abgäben.

Am Montag hatten Vertreter der Rebellen in der togolesischen Hauptstadt Lome' dem Chefvermittler der ECOWAS, Togos Staatschef Gnassingbe Eyadema, ihre Forderungen vorgelegt. Am Dienstag traf eine Regierungsdelegation mit Eyadema zusammen. Für Mittwoch war das erste Gespräch zwischen Regierung und Rebellen seit Beginn der Unruhen Mitte September anberaumt. Es sollte unter Vermittlung Eyademas in Lome stattfinden. Die Aufständischen kontrollieren derzeit die Nordhälfte der Republik. Am 17. Oktober hatten sich beide Seiten auf einen Waffenstillstand geeinigt. (APA)

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    Der Außenminister von Cote d'Ivoire, Abou Dramane Sangare, mit der ECOWAS-Delegation

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