Jenseits von allem

30. Oktober 2002, 19:28
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30.10.2002 - Demnächst bei Barbara Karlich: Glaubt mir, der Tod ist nicht das Ende

Manchmal ist Kritik fehl am Platz. Immerhin redet sich laut dem deutschen Schriftsteller Rainald Goetz (Abfall für alle) ohnehin jeder selber kaputt, wenn man ihn nur lange genug reden lässt. Vor dem Allerheiligenfest, an dem wir gern glauben wollen, dass der Tod nicht das Ende bedeutet, sei deshalb auf selbst verfasste Gehässigkeiten verzichtigt. Die Barbara Karlich Show bringt sich jetzt laut einem unbekannten ORF-Hausdichter selbst auf den Punkt:

"Donnerstag, 31. Oktober, Thema: Glaubt mir, der Tod ist nicht das Ende."

"In der heutigen Sendung der Barbara Karlich Show geht es um das Leben nach dem Tod. Dabei soll vor allem der Frage nachgegangen werden, ob es so etwas überhaupt gibt. Die Wissenschaft steht diesem Thema naturgemäß kritisch gegenüber, denn kein Mensch wurde nach seinem körperlichen Tod noch einmal gesehen - allerdings gibt es immer wieder ,Nahtoderfahrungen'."

"Der 33-jährige Künstler und Stripper Mark sagt zum Beispiel, ihm sei Jesus bereits 34 Mal als Lichtgestalt erschienen. Und in Bezug auf das Totenreich meint der Klagenfurter: ,Ich war schon drüben. Dort hat man keinen Körper, sondern ist pure Energie. Auch die Luft ist in dieser Dimension viel dicker.'"

Angesichts meiner regelmäßig entrichteten ORF-Gebühren möchte ich dazu Bob Dylan aus seinem 88er-Song Death Is Not The End zitieren. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben: "Oh, the tree of life is growing, where the spirit never dies. And the bright light of salvation shines in dark and empty skies." (schach/DER STANDARD, Printausgabe vom 30.10.2002)

  • Barbara Karlich im Kreise ihrer illustren Gäste
    foto: orf/schafler

    Barbara Karlich im Kreise ihrer illustren Gäste

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