Sondernummer zum 25-jährigen "Falter"-Bestehen

29. Oktober 2002, 15:14
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Zum Thema "Medien in Österreich"

Mit einer opulenten "Jubelnummer" begeht die Wiener Wochenzeitschrift "Falter" Mittwoch ihr 25-jähriges Bestehen. Der eigentliche "Geburtstag" jährte sich im Mai zum 25. Mal, was der "Falter" Anfang Juni bereits mit einem dreitägigen Festival gemeinsam mit der Viennale feierte. Nun gönnt man sich ein Extra-Heft, belässt es dabei aber nicht beim Eigenlob: Das Thema "Medien in Österreich" steht im Mittelpunkt der über 70 Seiten starken Sonderausgabe.

Chefredakteur Armin Thurnher, der seit Jahren gegen Medienkonzentration in Österreich anschreibt (garniert mit seinem "ceterum censeo": "Im Übrigen bin ich der Meinung, der Mediamil-Komplex muss zerschlagen werden"), widmet sich der Geschichte "seiner Zeitung" "von den kollektiv-anarchischen Anfängen zum erfolgreichen, unabhängigen Verlag in einer monopolisierten Medienlandschaft".

Beiträge von Franz Schuh, Gerhard Weis, Alfred J. Noll

Weitere Beiträge kommen vom Philosophen und Schriftsteller Franz Schuh, der sich mit der "Ersatzreligion 'Kronen Zeitung'" auseinander setzt, der frühere ORF-Generalintendant Gerhard Weis spricht ausführlich über "das Dilemma des öffentlich-rechtlichen Rundfunks". Die "wichtigsten Prozesse für und gegen den 'Falter'" hat Anwalt Alfred J. Noll zusammengetragen. "Medien-Österreich in den Augen anderer" illustrieren Österreich-Korrespondenten angesehener internationaler Blätter, und schließlich gratulieren noch 105 "Falter"-Leser zum Geburtstag. Auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) reihte sich in den "Chor der Gratulanten": Er allerdings "beharrte darauf, als Statement eine Zeichnung abzugeben", schreibt Thurnher im Editorial. (APA)

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