Slowakei als Flüchtlings-Transitland

29. Oktober 2002, 14:28
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Die meisten Asylantragsteller kommen aus Afghanistan und dem Irak

Preßburg - Im Zeitraum Jänner bis August dieses Jahres haben in der Slowakei 5.007 Personen offiziell um politisches Asyl angesucht. Das Innenministerium hat bisher 12 Anträge positiv erledigt, 171 Anträge sind abgelehnt worden. Die Asylbewerber kommen zumeist aus Afghanistan, dem Irak, aus China, Indien, Bangladesh und den Staaten der russischen Föderation. Bernard Priecel vom Innenministerium sagte am Dienstag zu Journalisten, dass die Slowakei noch immer für die Migranten ein Transitland sei.

Auch Emigranten aus Tschetschenien

"Viele Leute bewerben sich um Asyl, aber nicht immer warten sie das Ergebnis ab, sondern setzen ihren Weg fort", so Priecel. Laut Maria Cierna, die das slowakische Amt des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) führt, sagte, dass sich in der Slowakei auch Emigranten aus Tschetschenien befänden. "Es sind Familien mit kleinen Kindern, die zu uns gekommen sind, um Sicherheit und Schutz zu finden" sagte Cierna.

Laut Presseagentur TASR versuchten seit 1992 genau 18.282 Personen in der Slowakei Asyl zu bekommen. 528 Personen wurde der Status des Flüchtlings zugestanden, 89 haben sogar die slowakische Staatsbürgerschaft erhalten. (APA)

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