Neunjähriger Bub bei Bergtour in Osttirol an Überanstrengung gestorben

29. Oktober 2002, 15:33
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Nach Gipfelbesteigung zu schwach, um zur Hütte zu gelangen

Ein Bergdrama, bei dem ein erst neunjähriger Bub aus Tschechien sein Leben verlor, hat sich im Dabertal im Gebiet der Osttiroler Gemeinde Prägraten ereignet. Bei der Tour des Buben mit seinem Vater wurde das Kind so überanstrengt, dass es alleine nicht mehr absteigen konnte. Auch der verzweifelte Vater konnte den Neunjährigen nicht mehr retten. Die Leiche wurde am Dienstag von einem Hubschrauber ins Tal geflogen.

Nach Angaben der Gendarmerie waren der 50-jährige Tscheche und sein Sohn mit zehn weiteren Bergsteigern am Nationalfeiertag von St. Jakob durch das Trojeralmtal bis zur Reichenbergerhütte aufgestiegen. Die Truppe plante eine viertägige Durchquerung mehrerer Täler im hinteren Virgen- bzw. Defreggental mit Ziel Hochgall.

Enorme Schneehöhe

Der Bub habe unbedingt den Gipfel erreichen wollen, weil es sein erster Dreitausender war und er die Dolomiten sehen wollte. Durch den schwierigen Aufstieg infolge der enormen Schneehöhe und des steilen felsigen Geländes musste er sich jedoch äußerst anstrengen, um den Gipfel überhaupt zu erreichen. Beim Abstieg war er bereits so schwach, dass er den anderen Bergsteigern nicht mehr nachfolgen konnte und mit seinem Vater zurückblieb. (APA)

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