London will keine "Vereinigten Staaten von Europa"

29. Oktober 2002, 13:51
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Hinter dem Begriff steht für Minister Peter Hain für "Vorstellung eines Superstaates"

Brüssel - Großbritannien hat sich gegen einen neuen Namen für die Europäische Union ausgesprochen. "Wir brauchen keine unnötige Diskussion darüber", sagte der britische Minister Peter Hain am Dienstag als Vertreter seiner Regierung im EU-Konvent bei der Debatte über eine gemeinsame europäische Verfassung.

Vor allem lehnte Hain die Bezeichnung "Vereinigte Staaten von Europa" als neuen Namen der Gemeinschaft ab. Hinter diesem Begriff stehe die Vorstellung eines Superstaates, kritisierte er. Hain wandte sich auch gegen die Bezeichnung "Vereintes Europa". Der englische Begriff "United Europe" klinge wie der Name eines Fußballklubs, kritisierte er. Auf seinen Widerspruch stieß auch der Vorschlag einer europäischen Staatsbürgerschaft, die neben den jeweiligen nationalen Staatszugehörigkeiten stehen könnte.

Der Konvent diskutierte erstmals über den am Vortag von seinem Präsidenten Valery Giscard d'Estaing vorgelegten Rahmen für eine EU-Verfassung. Giscard hatte es darin offen gelassen, welchen Namen die bald aus 25 Staaten bestehende Gemeinschaft erhalten soll.(APA/dpa)

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