Qwest mit Wertberichtigungen von bis zu 40,8 Milliarden Dollar

29. Oktober 2002, 10:24
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Für im Wert gefallene Investments und Telekom-Netze

Die US-Telefongesellschaft Qwest will gigantische Wertberichtigungen von bis zu 40,8 Milliarden Dollar (41,9 Milliarden Euro) für im Wert gefallene Investments und Telekom-Netze vornehmen. Das gab Qwest Communications International Inc. am Montag nach Börsenschluss bekannt. Amerikanische Unternehmen müssen die Differenz zwischen dem Kaufpreis für ein Unternehmen und dem tatsächlichen Wert nach neuen Buchführungsregeln jetzt sofort abschreiben statt, wie früher üblich, über Zeiträume von bis zu 40 Jahren.

Ausgaben

Viele US-Firmen hatten während des Höhenflugs der Telekom- und Internet-Aktien gewaltige Beträge für andere Firmen und den Aufbau der eigenen Netze ausgegeben. Inzwischen sind viele der übernommenen Unternehmen fast oder ganz wertlos und erfordern entsprechend hohe Wertberichtigungen.

Riese

Qwest ist die größte Telefongesellschaft im Westen der USA mit einem Einzugsgebiet in 14 US-Bundesstaaten, 25 Millionen Kunden und 55.000 Beschäftigten. Qwest wird weiter von der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC und dem US-Justizministerium untersucht, erklärte das Unternehmen.

Berichtigung

Mit Wirkung vom 1. Jänner 2002 nimmt das Unternehmen eine Wertberichtigung von 24 Milliardne Dollar vor und erwartet für dieses Jahr weitere Wertberichtigungen von sechs Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal 2002 kommen insgesamt 10,8 Milliarden Dollar Wertberichtigungen für das im Wert gefallene Qwest-Telefonnetz, das globale Faseroptik-Breitbandnetz sowie damit verbundenen Vermögenswerte hinzu.

Bandbreite

Qwest werde Umsätze aus dem Verkauf von optischen Netzwerkkapazitäten in Höhe von 531 Millionen Dollar über die Laufzeit der Verträge verbuchen. Das Unternehmen hatte seit der Fusion von Qwest mit der Telefongesellschaft US West im Juni 2000 rund 1,48 Milliarden Dollar Umsätze mit Tauschabkommen oder Verkäufen von optischen Netzwerkkapazitäten erzielt.

Verbuchung

950 Millionen Dollar waren dabei Umsätze für Tauschabkommen und 531 Millionen Dollar waren für den Verkauf von optischen Netzkapazitäten verbucht worden. Viele US-Telekomfirmen hatten mit umstrittenen Netzwerk-Tauschabkommen und ähnlichen Transaktionen ihre Umsätze künstlich erhöht und werden von den Ordnungshütern unter die Lupe genommen. Qwest wird auch die Umsätze seiner Mobilfunksparte für die Jahre 2000 und 2001 um 120 Millionen Dollar reduzieren. (APA)

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