Fujitsu streicht nach hohen Verlusten 9.000 Stellen

29. Oktober 2002, 09:46
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Vorhersagen für Gesamtjahr deutlich nach unten korrigiert

Nach hohen Verlusten fallen beim japanischen Computer- und Elektronikkonzern Fujitsu 9.000 Stellen weg. Die Arbeitsplätze sollten bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im März 2003 abgebaut werden, sagte der stellvertretende Fujitsu-Chef Takashi Takaya am Dienstag vor Journalisten in Tokio.

Verlust von 1,2 Milliarden Euro

Im ersten Halbjahr (April bis September) schrieb Fujitsu demnach einen Nettoverlust von 147,4 Mrd. Yen (1,2 Mrd. Euro). Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 2,15 Bill. Yen.

Konjunkturflaute und schwache Nachfrage

Die schlechteren Geschäfte erklärte Fujitsu mit der weltweiten Konjunkturflaute und der fortdauernd schwachen Technologie-Nachfrage in den Vereinigten Staaten. Für das Gesamtjahr senkte das Unternehmen seine Vorhersage deutlich: Unter dem Strich wird demnach in der Jahresbilanz ein Verlust von 110 Mrd. Yen stehen. Noch im Juli hatte Fujitsu ein ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht gestellt. Der Umsatz wird dem Unternehmen zufolge 4,8 Bill. Yen erreichen, nachdem zunächst mit fünf Bill. Yen gerechnet worden war.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Fujitsu weltweit bereits 17.000 Stellen abgebaut. Seine Computersparte hatte das japanische Unternehmen Mitte 1999 mit der des deutschen Siemens-Konzerns zusammengelegt und damit Europas größten Computerbauer Fujitsu-Siemens geschaffen.(APA/AFP)

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