Zweite Runde der Beamte-Gehaltsverhandlungen

29. Oktober 2002, 12:56
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GÖD legt Forderung von zusätzlich einem Prozent für heuer und 2,1 Prozent für 2003 auf den Tisch

Wien - Die Beamten-Gehaltsverhandlungen gehen heute, Dienstag, Nachmittag (16.00 Uhr) in die zweite Runde. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) legt dabei ihre Forderung auf den Tisch. Für heuer fordert sie zu der bereits wirksam gewordenen Erhöhung um 0,8 Prozent eine nachträgliche Inflationsabgeltung von zusätzlich einem Prozent und für 2003 eine Gehaltserhöhung von 2,1 Prozent. Die erste Verhandlungsrunde vor knapp zwei Wochen hatte keine Annäherung der Standpunkte gebracht, vor allem die Inflationsabgeltung für heuer ist heftig umstritten.

Für heuer hatten die Beamten 0,8 Prozent bekommen. Gleichzeitig wurde ihnen in Aussicht gestellt, die Inflation nachträglich abzugelten, wenn sie höher liegen sollte. In der ersten Runde haben die Wirtschaftsforscher für heuer die Inflation mit 1,8 Prozent angegeben. Daraus ergibt sich die Forderung nach einer Nachzahlung von einem Prozent. Während die GÖD diese Nachzahlung sofort außer Streit gestellt haben will, beharrte Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) bis zuletzt darauf, erst im Jänner darüber zu reden.

Gemeindebedienstete auch zu zweiter Runde nicht eingeladen

Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) ist auch zur heutigen zweiten Runde der Gehaltsverhandlungen für den Öffentlichen Dienst nicht eingeladen. GdG-Vorsitzender Rudolf Hundstorfer reagierte darauf mit "großer Empörung". Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer habe damit das Versprechen der Regierung gebrochen, die Löhne und Gehälter aller öffentlich Bediensteten gemeinsam zu verhandeln.

"140.000 Gemeindebedienstete werden erneut ignoriert und zur Seite geschoben", zeigte sich Hundstorfer in einer Aussendung entrüstet. Außerdem sei das gebrochene Versprechen ein erneuter Schlag ins Gesicht der Landeshauptleute-Konferenz, die sich einstimmig für gemeinsame Verhandlungen ausgesprochen habe. "Wir waren sehr geduldig und sind nach wie vor gesprächsbereit", erklärte der GdG-Vorsitzende. Aber aller Langmut habe ein Ende, nun seien weitere Schritte in Vorbereitung, drohte Hundstorfer ohne Einzelheiten zu nennen. (APA)

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