Eine Teenqueen wird älter

29. Oktober 2002, 10:47
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Christina Aguileras Imagewechsel: "Stripped" and "Dirrty"

Wien - Weg vom Image der Teenqueen - das will Christina Aguilera nicht nur mit dem freizügigen, viel diskutierten Video zur aktuellen Single "Dirrty", sondern auch mit dem neuen Album "Stripped". Statt auf Mainstream-Pop hat die Sängerin diesmal verstärkt auf Soul, R&B und Hip Hop gesetzt. "Ich wollte einige der Stile erforschen, die mich beeinflusst haben", so Aguilera. "Dieses Album verkörpert mich. Man kann es mögen, oder auch nicht. Aber ich werde mich nicht mehr verstellen, für niemanden."

Christina Aguilera hat mit ihrem selbstbetitelten Debüt und den ersten Auskopplungen "Genie In A Bottle" und "What A Girl Wants" 1999 einen Senkrechtstart hingelegt. Nach rund zehn Millionen verkauften Longplayern, einem Grammy in der Kategorie "Beste neue Künstlerin" und einer ausgiebigen Tour wollte sich die Amerikanerin nun weiterentwickeln. "Mit 17 ist man noch grün hinter den Ohren und unerfahren, man ist für jeden Ratschlag dankbar. Irgendwann habe ich mich allerdings gefangen gefühlt", so der Popstar in einem von der Plattenfirma verbreiteten Interview.

Wiederholungen

"Ich war unter den Fittichen von Leuten, die in erster Linie wollten, dass ich mich ständig wiederholte. Ich werfe das niemandem vor. Aber man lernt in diesem Geschäft schnell dazu. Und als ich einmal wusste, wohin ich wollte, ließ ich mir von niemandem mehr den Weg verstellen", betont Aguilera. Obwohl sie eine spanische Version ihres Debüts und eine Weihnachtsplatte veröffentlichte sowie den Song "Lady Marmalade" mit Pink, Lil' Kim und Mya für den Soundtrack zu "Moulin Rouge" eingesungen hat, wollte sie sich in den vergangenen Monaten etwas zurückziehen.

Selbstfindungstrip

"Es ist in kurzer Zeit so viel passiert. Nicht nur, was die Karriere betrifft", erzählt Aguilera. "Ich habe die Trennung von meiner ersten großen Liebe durchgemacht. Und ich begann irgendwann zu realisieren, dass ich mehr Erfahrungen vom echten Leben sammeln sollte, anstatt meine Zeit ausschließlich in Studios, Hotelzimmern, Garderoben und vor dem Fernseher zu verbringen." Christinas Erkenntnis nach dem Selbstfindungstrip: "Ich war mit meinem Image nicht mehr einverstanden. Es war, als würde ich etwas vorspielen, ich habe mein wahres Ich versteckt und daran gelitten."

Für "Stripped" wollte die Sängerin daher keine Kompromisse eingehen: "Es ist fast wie ein Neubeginn." 18 Monate dauerten die Arbeiten an der CD. Christina Aguilera ließ es sich nicht nehmen, in den kompletten Entwicklungsprozess eingebunden zu werden. Zur Unterstützung wurden Songwriter und Produzenten wie Linda Perry (Four Non Blondes, Pink), Alicia Keys, Glenn Ballard (Alanis Morrissette) und Scott Storch geholt. Für die Single "Dirrty" wurden Redman und Rockwilder verpflichtet.

Dankeschön

"Ich will mit den Zuhörern meine Gefühle und Erfahrungen teilen", meint Christina Aguilera. Das Album sei nicht zuletzt eine Dankeschön an ihre Fans: "Die sind schließlich auch älter geworden..."(APA)

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  • "Stripped" (BMG Ariola)
    bmg ariola

    "Stripped" (BMG Ariola)

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